Kleinmachnow : Rätsel um Medaille von 1932 gelöst

Die aufgefundene Goldmedaille von Olympia 1932
Die aufgefundene Goldmedaille von Olympia 1932

Goldmedaille der Olympischen Spiele in Los Angeles bei Sanierung einer Kita in Kleinmachnow aufgetaucht

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14. August 2015, 21:00 Uhr

Ein sensationeller Fund hält seit Tagen eine Kleinmachnower Kita-Leiterin in Atem. Seit bei Sanierungsarbeiten in dem altehrwürdigen Gebäude am Berliner Stadtrand in einem Hohlraum hinter einer Wand eine Original-Medaille von den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles entdeckt wurde, recherchiert Susanne Feser, zu wem das gute Stück gehören könnte. Gewogen, vermessen und für echt befunden wurde die Medaille bereits.

Diese Woche nun der Durchbruch, wie die in die Nachforschungen eingebundene Gemeindeverwaltung verkündete. „Es ist eine Geschichte, die man sich spannender kaum ausdenken kann“, sagt Pressesprecherin Martina Bellack. Gold für Deutschland gab es bei den Spielen von 1932 dreimal – im Gewichtheben, im Ringen und im Rudern, genauer: dem Vierer mit Steuermann. Alle Ruderer kamen vom Berliner Ruderclub, also aus der Nähe, aber keiner lebte je in Kleinmachnow.

Die Spur schien im Sande zu verlaufen, da bekam der Sportjournalist und anerkannte Olympiaexperte Volker Kluge von der Sache Wind. Er meldete sich bei der Gemeinde und erklärte, die Medaille gehörte aller Wahrscheinlichkeit nach dem 1969 verstorbenen Horst Hoeck. Jener war demnach nicht nur Betriebsleiter der Biomalzfabrik in Teltow, sondern auch Schwiegersohn des Besitzers der Villa in der Medonstraße, also der jetzigen Kita „Waldhäuschen“. Jener Villen-Besitzer und auch Horst Hoeck verließen Kleinmachnow nach 1945 gen West-Berlin. Die Medaille vergaßen sie dabei offenbar. Nun ist sie wieder aufgetaucht. Ob und wenn ja wo Horst Hoeck Nachfahren hat, ist noch offen.

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