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Internationaler Springertag : Publikum aus dem Häuschen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Akrobatische Höchstschwierigkeiten beim 60. Internationalen Springertag hielten die 3500 Zuschauer kaum auf ihren Sitzen

Der 60. Internationale Springertag ist Geschichte – er war ein Erfolg.

Maximilian Kinast, im Dezember 1956 mit Heinz Kitzig „Erfinder“ der in der Welt hinsichtlich Tradition, Organisation und Leistungsniveau einzigartigen Show im Wasserspringen, war aus dem Häuschen: „Einfach klasse, was die Sportler der Weltspitze hier geboten haben. Der Punkt auf dem I war natürlich die Teilnahme unserer Rostocker Saskia Oettinghaus und Maxim Jerjomin.“


Jerjomin im Synchron auf fünftem Platz


In der Tat reihte sich ein „Schmeckerchen“ an das andere. Akrobatische Höchstschwierigkeiten von Brett und Turm hielten die insgesamt 3500 Zuschauer am Sprungbecken der Neptun-Schwimmhalle fast nicht mehr auf ihren Sitzen: Sie spendeten Ovationen an Beifall für die viereinhalbfachen Salti oder schwindelerregenden Schrauben. „Eine tolle Atmosphäre. Das war Werbung pur für das Wasserspringen“, befand Cheforganisator Andreas Kriehn.

Das Highlight war die Königsdisziplin Turmspringen der Herren. Mit knapp über 50 km/h sausten die Protagonisten in drei Sekunden von der Plattform, mussten beim Aufkommen auf der Wasseroberfläche das Dreieinhalbfache ihres Körpergewichtes aushalten. Vor allem bei Sieger Sascha Klein (Riesa) sagte es beim spritzerlosen Eintauchen fast nur „flupp“…

Überraschend: Chinas erfolgsverwöhnte Elite musste bis zur vierten Entscheidung, dem Kunstspringen der Damen vom Drei-Meter-Brett, auf den ersten von nur zwei Siegen warten. Den sicherte sich Qu Lin mit dem Minimalvorsprung von 0,20 Punkten auf Vize-Europameisterin Tania Cagnotto (Italien). Überhaupt wurden viele Erfolge in packenden Zweikämpfen erst mit dem Schlusssprung sichergestellt.
In dieser Hinsicht jagten die deutschen Aktiven von Bundestrainer Lutz Buschkow lange den Podestplätzen hinterher: Patrick Hausding (Berlin) gab vom „Dreier“ Gold im sechsten Durchgang aus der Hand, musste sich wie die Dresdnerin Tina Punzel in der gleichen Disziplin mit „Blech“ begnügen. Auch für das Synchronpaar Oliver Homuth/Maxim Jerjomin war mehr als Rang fünf drin. „Schade, dass wir eine Medaille verpassten“, so der 21-jährige Rostocker.

Lutz Buschkows Gesicht hellte sich erst nach dem Sieg
des Weltmeister-Duos Hausding/Klein im Turm Synchron sowie bei Sascha Kleins Gala-Vorstellung von zehn Metern auf.


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