SSC-Volleyball : Platz vier ist in weite Ferne gerückt

Über den Block: Die auf Kuba geborene Spanierin Jessica Rivera war mit 18 Punkten wieder einmal erfolgreichste Potsdamerin.
Über den Block: Die auf Kuba geborene Spanierin Jessica Rivera war mit 18 Punkten wieder einmal erfolgreichste Potsdamerin.

Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC nach dem 1:3 in Potsdam seit exakt drei Monaten auswärts ohne Punktgewinn

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23. Februar 2014, 15:38 Uhr

Wenn ein Tabellensechster den Fünftplatzierten empfängt, hofft man eigentlich auf eine ausgeglichene und spannende Partie. Beim Gastspiel der Schweriner Bundesliga-Volleyballerinnen beim SC Potsdam Sonntag Nachmittag wurde diese Erwartung allerdings nur eineinhalb Sätze lang erfüllt. Danach wurde die Partie recht einseitig – zunächst zugunsten der Gäste, anschließend mit deutlichen Vorteilen für die Gastgeberinnen. Für den Schweriner SC bleibt nach dem 1:3 (-22, 22, -12, -14) die ernüchternde Erkenntnis, dass man die vorletzte englische Woche der Bundesliga-Normalrunde mit zwei mageren Pünktchen abschließt und nunmehr seit exakt drei Monaten aus fremden Hallen nichts Zählbares mitgenommen hat. Zudem ist Tabellenplatz vier, den Trainer Felix Koslowski als Ziel ausgegeben hat, in weite Ferne gerückt. Zwar hat der SSC neben dem Dresdner SC – in neun Tagen nächster Gast in Schwerin – als einziges Team noch drei Begegnungen auszutragen, während die meisten anderen Mannschaften nur noch zweimal um Punkte kämpfen, aber vier Punkte Rückstand auf die derzeit viertplatzierten Ladies in black aus Aachen scheinen ein dickes Brett zu werden. Andersherum ist auf jeden Fall Platz sechs gesichert, denn Suhl als derzeitiger Siebter hat vier Punkte Rückstand und nur noch ein Spiel, Stuttgart auf Platz acht liegt mit zwei noch auszutragenden Partien – darunter Sonnabend in einer Woche gegen Schwerin – schon acht Zähler zurück.

Potsdam hingegen braucht nach dem gestrigen Sieg nur noch einen einzigen Zähler – am besten schon Sonnabend in einer Woche in eigener Halle gegen Suhl –, um erstmals in der Vereinsgeschichte den direkten Einzug in die Play-offs zu sichern.


Zuspielerin Radenkovic musste erneut passen


Schon vor der gestrigen Begegnung musste SSC-Trainer Koslowski einen – allerdings erwarteten – Rückschlag hinnehmen. Trotz aller Bemühungen der medizinischen Abteilung um Mannscharzt Dr. Peter Jokisch und Physiotherapeut Jens Ziegler musste Zuspielerin Danica Radenkovis erneut wegen ihrer Wadenverhärtung passen und verfolgte die Partie von der Bank aus. Zunächst erhielt die 18-jährige Denise Imoudu das Vertrauen des Trainers, aber im Laufe der Begegnungen wurde auch Tanja Joachim für längere Phasen mit der Regie beauftragt.

Im ersten Durchgang schien das Konzept von Felix Koslowski aufzugehen, die Begegnung verlief ausgeglichen. Erst nach dem 20:20 konnte sich Potsdam leicht absetzen und erarbeitete sich beim 24:21 drei Satzbälle. Der zweite davon saß, die Mannschaft von Alberto Salomoni führte mit 1:0.

Das schien Potsdam zu beflügeln, beim 5:1 und 8:4 hatten die Gastgeberinnen einen scheinbar komfortablen Vorsprung. Aber Schwerin kam wieder näher. Beim 9:10 aus Sicht der Gäste ging Jana Franziska Poll an den Aufschlag – und gab ihn erst nach der zweiten technischen Auszeit und 16:10-Führung wieder ab. Das gab den Schwerinerinnen offenbar die nötige Sicherheit, beim 24:17 hatten sich die Koslowski-Schützlinge sieben Satzbälle erarbeitet. Doch Potsdam gab sich nicht geschlagen und verkürzte noch auf 22:24, ehe Schwerin den Satzausgleich schaffte.

Was dann in die blaugewandeten Gäste gefahren ist, kann wohl keiner wirklich sagen. Schnell lagen sie mit 4:7 zurück, kannten nach dem 6:9 gleich vier Gegenpunkte in Folge. Damit war der Widerstand der Mecklenburgerinnen offenbar gebrochen, sage und schreibe 12:25 gaben sie Durchgang drei ab. Auch in Satz vier gab es – trotz des Verzichts auf Jana Poll und Ivana Isailovic zugunsten von Laura Pihlajamäki und Pauliina Vilponen – keinerlei Zeichen von Besserung. Bis zum 4:5 hielt Schwerin mit, sah sich aber bald mit 6:12 hinten. Die kleine Aufholjagd vom 7:13 bis zum 10:13 veranlasste Alberto Salomoni zur Auszeit, danach war seine Mannschaft wieder auf Kurs. Ganze vier Zähler holte der SSC noch, bevor Potsdam den zweiten von elf Matchbällen verwandelte.


Am 5. März nächstes Heimspiel: Vizemeister Dresden kommt


Bis zum nächsten Punktspiel haben die Volleyballerinnen jetzt wieder knapp eineinhalb Wochen Zeit. Wegen der Pokalfinals ruht die Bundesliga am kommenden Wochenende. Am Mittwoch, 5. März, wird dann ab 19 Uhr in der Arena die Partie gegen Vizemeister Dresdner SC nachgeholt.


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