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Behinderten-WM : Nimke bei Tandem-Debüt Fünfter

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Olympiasieger schafft mit sehbehindertem „Spannemann“ Kai Kruse bei WM angestrebte Top-Acht-Platzierung über 1000 Meter sicher

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 12:07 Uhr

Teamsprint-Olympiasieger Stefan Nimke hat bei seiner Premiere als Tandem-Pilot zusammen mit dem sehbehinderten Hamburger Kai Kruse bei der Behinderten-WM der Radsportler den fünften Platz belegt. Das neu zusammengestellte Duo kam am Freitag (Ortszeit) im rund 1800 Meter hoch gelegenen mexikanischen Aguascalientes über die 1000 Meter auf 1:03,206 Minuten.

Der Sieg ging an die Briten Peter Mitchell/Neil Fachie in 59,460 Sek. vor den beiden australischen Tandems mit Jason Niblett und Kieran Modra (1:00,481 min) sowie Thomas Clarke und Paul Kennedy (1:02,640).

Statt Ärgers darüber, eine Medaille um nicht einmal sechs Zehntelsekunden verpasst zu haben, dürfte beim deutschen Tandem allerdings die Freude über den fünften Rang überwiegen. „Wenn wir unter die ersten acht kommen, dann haben wir ’ne Menge erreicht, dann dürfen wir echt zufrieden sein“, hatte Stefan Nimke vor der Abreise nach Mexiko gesagt. Dabei bezog sich der Routinier auf die – vorsichtig ausgedrückt – etwas unorthodoxe WM-Einstimmung. Denn statt der sonst üblichen sechs Wochen unmittelbarer Wettkampfvorbereitung mussten Nimke/Kruse mit einer einzigen Woche auskommen. Und ihr nagelneues Tandem konnten beide gar erst in den beiden letzten Tagen vor dem Abflug in Berlin testen.

Der Schweriner Polizeisportler Nimke hatte nach den Olympischen Spielen 2012 seine Bahn-Karriere beendet und sich im Herbst 2013 dem Projekt „Tandem 2016“ des Deutschen Behindertensport-Verbandes angeschlossen. Tandempartner Kai Kruse war schon 2012 bei den Paralympics in London gestartet und hatte damals sogar Silber gewonnen – das allerdings noch als Ruderer.

Der ehemalige Bahn-Nationalmannschaftsfahrer Erik Mohs (Leipzig) belegte zusammen mit seinem Partner Timo Kleinwächter in der 4000-Meter-Verfolgung Platz acht. In 4:27,6 Minuten stellte das Duo einen deutschen Rekord auf. „Wir sind hochzufrieden mit den beiden, sie kennen sich ja erst seit Oktober. Da können wir noch einiges erwarten“, sagte Bundestrainer Patrick Kromer. Der Sieg ging an die Australier Michael Curran/Matthew Formston.

 

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