zur Navigation springen

Martina Strutz : Mission Rio 2016 läuft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stabhoch-Ass Martina Strutz ist in die Olympia-Vorbereitung eingestiegen

von
erstellt am 22.Okt.2015 | 12:00 Uhr

2012 in London war sie schon einmal dabei und wurde Fünfte. Das bei den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Rio de Janeiro zu wiederholen oder vielleicht sogar zu toppen, ist das große Ziel von Stabhochspringerin Martina Strutz vom Schweriner SC. Nach der Rückkehr aus den Flitterwochen auf Mauritius mit Ehefrau Steffi schwitzt die Polizeimeisterin seit zehn Tagen unter Anleitung von Erfolgstrainer Thomas Schuldt für ihre Mission Rio 2016.

Der gegenüber dem Vorjahr um einen Monat spätere Trainingsbeginn resultiert aus den unterschiedlichen Voraussetzungen. „Nach einer Saison mit der WM im August als Höhepunkt steigst du mit einem höheren Grundniveau ins Training ein, als wenn du die Saison mittendrin verletzt abbrechen musst. Und das war mir ja 2014 und auch 2013 passiert“, erklärt Martina.

Umso erstaunlicher war für die meisten Leichtathletik-Experten, auf welch hohem und auch konstanten Niveau sich die in zwei Wochen bereits 34 Jahre alt werdende Schwerinerin in der abgelaufenen Saison zurückmeldete. Der Silbermedaille von den deutschen Meisterschaften (4,55) in Nürnberg ließ der gerade einmal 1,60 m kleine Springfloh bei der WM mit 4,60 m Rang acht folgen und wurde damit wie schon bei der WM 2011, der EM 2012 (jeweils Silber) und den eingangs erwähnten Olympischen Spielen von London beste Deutsche.

Wenn es an dieser Saison 2015 etwas zu bekritteln gibt, dann dass neben reihenweise gesprungenen 4,60 m der große Rausreißer nach oben fehlte. 4,65 m, erzielt Anfang Juli in Rottach-Egern blieben Jahresbestleistung von Martina, deren Hausrekord seit der WM 2011 bei 4,80 m steht. Zwar gab es darüber hinaus noch eine Handvoll vielversprechender Versuche über 4,70 m, aber halt keinen geglückten.

Das soll im nächsten Jahr wieder anders werden. Muss es auch, wenn sie ganz oben noch einmal angreifen will. So ging bei der WM in Peking Platz sieben für 4,70 m weg und für Bronze mussten schon 4,80 her.

Dass sie das auch noch kann, davon sind sowohl „Strutzi“ als auch ihr Trainer überzeugt. Die athletischen Werte waren schon in diesem Jahr quasi eine Blaupause jener aus der Erfolgssaison 2011. „Nur haben mir diesmal aufgrund der beiden Seuchenjahre 2013 und 2014 jede Menge Wettkampfsprünge gefehlt“, erläutert Martina.

Darum peilt sie nun zunächst eine wettkampfträchtige Hallensaison an, ohne sich aber auf die Hallen-WM zu fokussieren. „Die ist in Portland, im Westen der USA, und auch erst Mitte März. Die nehmen wir – wenn überhaupt – allenfalls so nebenbei mit“, sagt sie und ergänzt: „Wichtiger ist mir, meine Hallenbestleistung zu toppen.“ Die steht, ebenfalls seit 2011, bei 4,55. Man darf also gespannt sein. Der Leichtathlet, so heißt es, wird im Winter gemacht. Und erfolgreiche Olympioniken erst recht.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen