WBA-Boxabend in Oldenburg : K.o.-Sieg nach 43 s! Brähmer bleibt Champion!

Mit Links holt Jürgen Brähmer (l.) bereits Schwung - per Leberhaken zwingt der Weltmeister seinen Gegner Pawel Glazewski (r.) Sekundenbruchteile später auf die Bretter.
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Mit Links holt Jürgen Brähmer (l.) bereits Schwung - per Leberhaken zwingt der Weltmeister seinen Gegner Pawel Glazewski (r.) Sekundenbruchteile später auf die Bretter.

Kurzer Prozess und für die Fans viel zu schnell: Der Schweriner Box-Profi Jürgen Brähmer verteidigt seinen WBA-Titel gegen seinen polnischen Herausforderer Pawel Glazewski per Leberhaken in der ersten Minute.

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06. Dezember 2014, 23:37 Uhr

Der erste Gong war noch gar nicht richtig verklungen und der Bühnennebel vom Scooter-Auftritt "Can't Stop The Hardcore" noch nicht verzogen, da fand der WM-Kampf in Oldenburg auch schon sein (viel zu) frühes Ende: Nach gerade einmal 43 Sekunden zwang Champion Jürgen Brähmer seinen Gegenüber mit einem herrlichen linken Leberhaken auf den Boden. Und Pawel Glazewski erholte sich davon nicht, bevor der US-Ringrichter Russel Mora bis Zehn gezählt hatte. Es ging einfach nicht, er bekam keine Luft.

Den Halbschwergewichts-Titel der World Boxing Association (WBA) hatte sich Brähmer vor nicht ganz einem Jahr (14. Dezember 2013) in Neubrandenburg durch einen Sieg über den US-Amerikaner Marcus Oliveira erst wieder zurückgeholt. Dieser Knock-Out heute war der 33. seiner Profikarriere und zugleich der 45. Sieg im 47. Fight. Für den 21. März ist Brähmers nächster WM-Kampf in Rostock geplant.

Es war ein mächtiges Ausrufezeichen, dass der 36-jährige frisch gebackene Vater da setzte. Schon von Beginn an ging er - fast in Herausforderer-Manier - vorwärts und setzte seinen 32-jährigen Gegner unter Druck. Coach Karsten Röwer: "Man sah gut die Stärken von Jürgen - er sieht die Schläge früh kommen, kann ausweichen." Und aggressiv reagieren. Auch Pawel Glazewski erkannte dies ohne Umschweife an.

Ab dem kommenden Jahr wird der Schweriner mit Sauerland von der ARD zu Sat.1 wechseln und hat da "noch einiges vor. Ich habe ja nicht umsonst für zwei Jahre unterschrieben!" Ganz besonders bedankte sich Brähmer bei seinen Sparringspartnern und dem BC Traktor Schwerin. "Es war toll. Ich habe mich noch nie so frisch gefühlt nach einer Vorbereitung." Überhaupt sei er sehr, sehr gut vorbereitet gewesen. Und zum Scherzen aufgelegt war der alles andere als ausgepowerte Weltmeister auch: "Irgendwann habe ich mir gedacht: Jetzt fange ich mal richtig an mit dem Training." Es hat sich gelohnt...

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