Boxen : Jürgen Brähmer könnte Geschichte schreiben

Super-Mittelgewichtler Tyron Zeuge (l.) und sein Trainer Jürgen Brähmer
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Super-Mittelgewichtler Tyron Zeuge (l.) und sein Trainer Jürgen Brähmer

Boxer Tyron Zeuge kann jüngster Champion und Jürgen Brähmer als erster Weltmeister WM-Trainer werden

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02. Juni 2016, 06:00 Uhr

„Ich habe schon viele Boxkämpfe veranstaltet und gesehen, aber auf den 16. Juli freue ich mich ganz besonders. Das wird ein wegweisender Abend und ein Knaller“, sagte Wilfried Sauerland am Mittwoch auf der ersten Pressekonferenz im Berliner Maritim Hotel. Mitte Juli werden Tyron Zeuge und Arthur Abraham in der Max-Schmeling-Halle in den Ring steigen. Zeuge will jüngster deutscher Boxweltmeister aller Zeiten werden, dafür muss der 23-jährige Berliner allerdings den amtierenden Champion Giovanni De Carolis schlagen. Arthur Abraham will sich nach seiner WM-Niederlage in Las Vegas wieder für einen Titelkampf empfehlen.

Unter dem Motto „Geschichte schreiben“ will auch Zeuges Trainer Jürgen Brähmer etwas vollbringen, was vor ihm noch keinem gelang: Der Halbschwergewichts-Champion könnte als erster amtierender Weltmeister einen anderen Boxer zu gleichen Ehren führen. Brähmer: „Das ist nebensächlich. Hauptsache Tyron zeigt eine gute Leistung und gewinnt. Bisher läuft bei uns alles nach Plan. Ich gehe zuversichtlich in den Kampf.“

Super-Mittelgewichtsweltmeister Giovanni De Carolis will dem Duo Zeuge/Brähmer natürlich einen Strich durch die Rechnung machen. „Ich habe lange gebraucht, um mir meinen Traum von der Weltmeisterschaft zu erfüllen, den werde ich mir nicht von einem 23-Jährigen nehmen lassen. Der Titel bleibt in Italien!“ Zeuge konterte cool: „Ich mache mir keine Gedanken, ob ich irgendwelche Rekorde knacken oder Weltmeister werden kann – ich gehe am 16. Juli in den Ring, werde mein Bestes geben und siegen.“

Für Arthur Abraham, der vor Zeuge boxen wird, geht es gegen den jungen Norweger Tim-Robin Lihaug um alles. Nach der USA-Pleite ist er „zum Siegen verdammt“, sagt sein Coach Ulli Wegner. Abraham: „Ich habe nie ans Aufhören gedacht. Ich werde ganz schnell wieder ganz oben sein. Zunächst muss ich mich allerdings auf den nächsten Gegner konzentrieren.“

Und der will die Karriere von Abraham, ausgerechnet in dessen Wahl-Heimatstadt, beenden. „Ich hatte früher ein Poster von Arthur in meinem Kinderzimmer. Und jetzt muss ich ihn schlagen und seine Karriere beenden!“
Schlusswort Ulli Wegner: „Arthur muss jetzt zeigen, dass er ein Mann ist – und Tyron erinnert mich an Torjäger Gerd Müller. Er steht immer richtig und haut die Dinger rein! Tyron wird Weltmeister und ich werde mit Arthur demnächst auch wieder Champion. Wir werden alle zusammen Geschichte schreiben!“

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