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Internationaler Springertag : Heute ist ihr großer Tag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Maxim Jerjomin und Saskia Oettinghaus vom WSC Rostock dürfen am 60. Internationalen Springertag teilnehmen

Heute ist ihr großer Tag. Die beiden Hansestädter Maxim Jerjomin und Saskia Oettinghaus (beide WSC Rostock) starten beim 60. Internationalen Springertag und zugleich 21. Grand Prix des Schwimm-Weltverbandes FINA in der Neptun-Schwimmhalle.


„Hatte damit überhaupt nicht gerechnet“


„Es ist eine coole Sache. Ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet. Die Freude ist jedenfalls riesengroß. Ich versuche, mein Bestes zu geben“, sagt die 16-Jährige, die heute im Einzel und morgen mit ihrer Partnerin Louisa Stawczynski (Dresden) im Synchron jeweils vom
„Dreier“ ihr Debüt für die deutsche Nationalmannschaft feiert. „Es herrscht zwar noch ein gravierender Unterschied zwischen Saskia und Tina Punzel oder Nora Subschinski, die aber auch bereits zig Erfahrungen bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften inklusive Medaillengewinnen gesammelt haben. Junge Sportler mit ihren etwas leichteren Serien müssen eine hohe Qualität darbieten, um die arrivierten Athleten unter Druck zu setzen“, erklärt Lutz Buschkow, Bundestrainer Wasserspringen sowie Sportdirektor Leistungssport des Deutschen Schwimm-Verbandes.

Maxim Jerjomin ist da schon einen Schritt weiter. Der 21-Jährige konnte bereits einige internationale Einsätze verbuchen, war unter anderem auch beim letztjährigen Springertag dabei. „Den notwendigen Schwierigkeitsgrad habe ich schon. Mein Problem ist, die Sprünge auch stabil ins Wasser zu bringen“, so der gebürtige Rostocker, der aus diesem Grund auch vor einer Woche bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften die Einzel-Qualifikation verpasste und daher nur im Synchron mit seinem Berliner Partner Oliver Homuth vom „Dreier“ an den Start gehen darf: „Ein Einsatz im Einzel wäre natürlich das I-Tüpfelchen gewesen. Jeder Sportler springt gerne vor heimischem Publikum, und wer den Springertag schon länger verfolgt, der weiß, wie hochkarätig er jedes Jahr besetzt ist. Leider hatte ich mir zuviel Druck gemacht und selbst eine Barriere in den Weg gestellt. Aber daran werde ich mit meinem Trainer üben.“

Doch nicht nur vom Sprungturm, sondern auch auf der Schulbank ist Maxim Jerjomin derzeit voll gefordert. „Wir trainieren in der Woche 23 Stunden. Zudem bereite ich mich gerade auf das Abitur vor. Addiert komme ich dann schon auf eine 50-Stunden-Woche“, so der „Eliteschüler des Sports“ des Rostocker CJD-Christophorusgymnasiums. Bis zu 700-mal pro Woche taucht das Duo ins Sprungbecken der Neptun-Schwimmhalle ein, wie Oettinghaus vorrechnet: „Wir trainieren fünfmal vormittags, zweimal nachmittags und sonnabends. Am Tag stehen 50 bis 100 Sprünge auf dem Plan.“

Doch Training war gestern. Heute und morgen steht für die 16-Jährige die Kür auf dem Programm. „Ich werde sicher ein bisschen aufgeregt sein. Doch ich hoffe, dass ich das größere Publikum ausblenden und mich auf meine Sprünge konzentrieren kann. Ich möchte meine Serie so wie im Training springen, und dann gucken wir, was rauskommt.“

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