SSC-Volleyball : Hartes Stück Arbeit mit glücklichem Ausgang

Wieder einmal Schwerins Beste: Tatyana Mudritskaya (r.) erzielte gestern Abend nicht nur 19 Punkte, sondern wurde vom Gäste-Trainer als „Wertvollste Spielerin“ des SSC ausgezeichnet.
Wieder einmal Schwerins Beste: Tatyana Mudritskaya (r.) erzielte gestern Abend nicht nur 19 Punkte, sondern wurde vom Gäste-Trainer als „Wertvollste Spielerin“ des SSC ausgezeichnet.

Schweriner Bundesliga-Volleyballerinnen bezwingen die VolleyStars Thüringen, geben aber einen Punkt ab

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19. Februar 2014, 21:42 Uhr

Dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, das die Schweriner Bundesliga-Volleyballerinnen gegen den Pokalfinalisten VolleyStars Thüringen – besser bekannt unter ihrem alten Namen VfB Suhl – erwartet, war allen Beteiligten vorher klar. Aber dass es so hart werden würde, bis der 3:2 (15, -17, 18, -20, 11)-Erfolg unter Dach und Fach war, hatte man nicht unbedingt erwartet. Vor allem nicht nach dem ersten Durchgang, den der SSC souverän und im Stile eine Klassemannschaft für sich entschied.

Der erst 18-jährigen Denise Imoudu fiel die Aufgabe zu, in diesem Satz von Beginn an Regie zu führen. Die Zuspielerin hatte zunächst einige kleine Wackler, fand aber immer besser in die Partie – und ihre Bälle vor allem Veronika Hroncekova, die in der Phase fast alles versenkte, was versenkbar war. Die etatmäßige Nummer 1 im Schweriner Zuspiel, Danica Radenkovic, hatte kurz vor der Partie passen müssen. „Sie hat schon seit gut einer Woche eine Wadenverhärtung“, erklärte SSC-Trainer Felix Koslowski. „Physiotherapeut Jens Ziegler und Mannschaftsarzt Dr. Peter Jokisch haben bis zuletzt alles probiert, sogar Akupunktur, aber leider erfolglos. Schon ihr Einsatz am Wochenende in Aachen war ein Risiko, das wollten wir heute nicht noch einmal eingehen.“ Die junge Serbin lief dennoch mit der Mannschaft auf, allerdings ohne sich vorher am Aufwärmen beteiligt zu haben. „Ich wollte sie als mentale Stütze und Tippgeberin für unsere jungen Zuspielerinnen Denise Imoudu und Tanja Joachim dabeihaben“, begründete der Coach diese Entscheidung.

Zumindest in Satz eins fruchtete diese Maßnahme. Nach dem Seitenwechsel aber waren beide Mannschaften nicht wiederzuerkennen. „Ich war super aufgeregt, obwohl es im ersten Satz sehr gut gelaufen war“, beschrieb Denise Imoudu den zweiten Durchgang. „Aber dann machen wir ein paar Fehler, werden wacklig – und dann ist irgendwann die Luft raus.“ Folgerichtig dominierten die Suhlerinnen den Satz und glichen aus.

In Durchgang drei und vier schienen die Gastgeberinnen wieder die Kurve bekommen zu haben – zumindest bis zum 18:15 im vierten Satz. Ein Fehler, ein Ball, der im Feld war, aber „Aus“ gegeben wurde – und schon war der SSC wieder völlig von der Rolle. Neun Punkte machten die Gäste in Folge und schafften den Sprung in den Tie-break, der ihnen zumindest schon einmal einen Zähler sicherte. Im Entscheidungssatz wiederum ließ Schwerin nichts mehr anbrennen. Bezeichnenderweise brachte ein Aufschlag ins Aus von Suhls Bester Vendula Merkova den SSC-Siegpunkt.

Der aus Schwerin stammende VolleyStars-Trainer Sebastian Leipold freute sich zumindest über den einen Zähler, „der für uns noch sehr wichtig werden kann im Kampf um Platz 6“. Felix Koslowski musste eingestehen, ein Spiel „mit hartem Kampf auf beiden Seiten, unglaublichen Suhler Abwehraktionen und zwei Mannschaften mit Höhen und Tiefen“ gesehen zu haben.


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