zur Navigation springen

Hansa-Spielbericht : Hansa kann doch noch zu Hause siegen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rostocker schlagen Arminia Bielefeld mit 4:2 (2:0)

svz.de von
erstellt am 21.Sep.2014 | 20:11 Uhr

Der FC Hansa kann doch noch zu Hause gewinnen. 280 Tage nach dem bis dato letzten Heimsieg gegen die mittlerweile wieder viertklassige SV 07 Elversberg (1:0) bezwang der Rostocker Fußball-Drittligist am Sonnabend in der DKB-Arena vor nur 6500 Zuschauern völlig verdient den DSC Arminia Bielefeld mit 4:2 (2:0).

„Mir fehlen fast ein bisschen die Worte. Es ist eine Riesenlast von uns abgefallen. Wir sind einfach froh, dass wir den Bock umgestoßen und den Rucksack abgelegt haben. Damit ist auch das Gelaber vom Heimkomplex beendet“, sagte Steven Ruprecht.

Der Innenverteidiger war maßgeblich am Sieg beteiligt, brachte ihn mit zwei verwandelten Elfmetern – Mustafa Kucukovic (26.) und Dennis Srbeny (28.) wurden gefoult – quasi auf den Weg. „Ehrlich gesagt war der Puls beim ersten Elfmeter höher. Bis zum zweiten war ja dann die Pause nicht so lang“, erklärte der 27-Jährige, der nach dem Aufstehen schon eine gewisse Vorahnung verspürte: „Ich hatte mich morgens schon damit befasst, weil ich irgendwie so ein Gefühl hatte, dass es zu einem Elfmeter kommt. Daher wusste ich auch schon genau, wo ich hinschießen werde, als ich zum Punkt gegangen bin. Letztlich hat es super geklappt.“

Die Rostocker traten mit Neuzugang Aleksandar Stevanovic auf der Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld neben Youngster Max Christiansen deutlich kompakter und entschlossener auf. Letztgenannter schickte nach fünf Minuten Dennis Srbeny steil, der jedoch am Arminen-Keeper scheiterte. Hansa blieb die gefährlichere Mannschaft und agierte mit dem 2:0-Vorsprung im Rücken auch selbstbewusst. Kucukovic (30./Kopfball, 45./Schuss drüber) und Blacha (36./verpasst Eingabe, 42./Schuss daneben, 56./Torwart hält) vergaben weitere Chancen. Die größte Möglichkeit zum 3:0 hatte jedoch Srbeny, der nach Pass des starken Christian Bickel völlig freistehend aus zehn Metern am Keeper der Bielefelder scheiterte (65.). Doch nur Sekunden später machte es der Rostocker besser, narrte zwei Gegenspieler, zwang mit einem harten Querpass Schuppan zum Eigentor (65.).

Der Heimdreier schien perfekt, doch die Gäste schlugen wie aus dem Nichts zurück. Zunächst traf Klos (72.), fünf Minuten später legte Testroet sogar nach. Nur noch 3:2 für Hansa, und das große Zittern setzte ein. Zum Glück machte Hansa-Schlussmann Jörg Hahnel seinen Patzer beim 2:3 wieder gut und verhinderte bei einem Kopfball von Klos den Ausgleich (85.). „Ich war mir sicher, dass ich noch eine Parade bekommen werde“, so „Jockel“.

Im Gegenzug machte Denis-Danso Weidlich mit einem überragenden Solo-Lauf alles klar. Er schüttelte Salger ab, ließ Keeper Schwolow stehen und versenkte überlegt – 4:2 (85.). „Als er noch mal abstoppte und sich Zeit ließ, dachte ich schon, dass die Chance vertan ist. Aber zum Glück hat er ihn reingemacht“, so Jörg Hahnel.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen