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Handballclub insolvent

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Drittligist SV Henstedt-Ulzburg will Spielbetrieb aber aufrechterhalten

Nach der TSG Tarp-Wanderup aus der 2. Handball-Bundesliga hat es mit dem SV Henstedt-Ulzburg einen weiteren Nordverein erwischt: Auch Drittligist SV Henstedt-Ulzburg hat einen Insolvenzantrag gestellt. Jedoch hatte sich dieses Szenario seit längerem abgezeichnet. Schon im Oktober 2013 hieß es in einer Presseerklärung: „Durch den Ausfall eines Topsponsors ist die SVHU Handball GmbH in eine finanzielle Schieflage gekommen. Zugesagte Gelder in Höhe von 150 000 Euro fehlen.“ Durch ein dem Insolvenzverfahren vorgeschaltetes sogenanntes Schirmschutzverfahren sollte der Engpass beseitigt werden. Doch dieses Vorhaben misslang.

Zwar ist der SVHU als Spitzenreiter der Nordstaffel sportlich auf einem guten Weg, aber wirtschaftlich drückt der Schuh an neuen Stellen „Da weitere Sponsoren außerordentlich gekündigt haben, ist eine umfängliche Sanierung nicht möglich“, heißt es in einer aktuellen Erklärung. „Die Handball GmbH wird liquidiert, die Spieler werden bei Sponsoren in neue Beschäftigungsverhältnisse eintreten“, lautet der Plan. Der Spielbetrieb in der 3. Liga soll aber auf jeden Fall bis Saisonende aufrechterhalten werden. „Der SVHU muss damit leben, dass nicht jeder Spieler diesen neuen Weg gehen will. Natürlich hat durch den Insolvenzantrag auch das Vertrauen bei den Spielern gelitten“, heißt es weiter. Als erster Akteur zog Torwart Stephan Hampel die Konsequenzen und schloss sich mit sofortiger Wirkung dem Zweitligisten TSV Altenholz an.

Gemessen am Leidensweg des damaligen Handball-Zweitligisten SV Post Schwerin, stehen den Rand-Hamburgern unruhige Tage ins Haus. Wie es weiter geht, liegt nun in der Hand des Insolvenzverwalters. Allerdings beabsichtigt der Verein, im nächsten Spieljahr mindestens in der 3. Liga antreten zu können. Ob man aber am 30.April 2014 die Unterlagen zur Lizenzierung für die 2.Handball-Bundesliga abgibt, soll von Vereinsseite am 31.März entschieden werden. Allerdings dürfte dieses Begehren eher Wunschdenken bleiben als Realität werden.



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erstellt am 28.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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