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FC Hansa Rostock : FC Hansa legt Berufung gegen DFB-Urteil ein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Drittligist findet das Strafmaß nicht verhältnismäßig und sieht starken Eingriff in den sportlichen Geist der Fußballkultur

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat gegen das Urteil des Sportgerichtes des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vom 17. April 2014 fristgemäß Berufung eingelegt. Damit wird es kurzfristig zu einer erneuten mündlichen Verhandlung, diesmal in der nächsthöheren Instanz beim Bundesgericht des DFB, kommen.

„Aus unserer Sicht ist das Strafmaß nicht verhältnismäßig. Zudem sind einige Punkte des Urteils in der Praxis für uns gar nicht durch- und umsetzbar. Ein Urteil, welches uns die Verpflichtung auferlegt, weiter in die präventive Arbeit des Vereins zu investieren, ist aus unserer Sicht zielführender. Unsere Bemühungen dahingehend zeigen schon jetzt sichtbare Erfolge in der FanArbeit auf. Diese werden wir unbenommen davon natürlich fortführen“, sagte Rainer Friedrich, Vorstand Prävention/Stadionmanagement der Rostocker.

Das Urteil des Sportgerichts bezieht sich auf Vorkommnisse aus sieben Spielen der laufenden Drittliga-Saison, drei davon zu Hause sowie vier Auswärtspartien.

Unter anderem trifft die DFB-Bewertung eines von Zuschauern aufgehängten Banners beim Auswärtsspiel der Hanseaten im Leipziger Zentralstadion beim Verein auf Unverständnis: „Im Rahmen der gesunden sportlichen Rivalität emotional zu werden, macht den Fußball aus und ist Grund dafür, warum Woche für Woche Millionen Menschen in unsere Stadien pilgern oder die Partien vor dem Fernseher verfolgen. Diese Emotionalität ist so alt wie der Fußball selbst. Derbe, im Fußball übliche und allgegenwärtige Gesänge oder Plakate reglementieren zu wollen, solange die Grenze des Hinnehmbaren nicht überschritten wird, wäre aus unserer Sicht ein starker Eingriff in den sportlichen Geist der Fußballkultur“, erklärte Vereinsboss Michael Dahlmann.

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