Box-WM Krasniqi vs. Brähmer : Die Sache mit der Rente

Sehen dem Rostocker Kampfabend entspannt entgegen: Weltmeister Jürgen Brähmer, Trainer Karsten Röwer und dessen Co. Sebastian Sylvester (v.r.) bei der gestrigen Pressekonferenz im Schweriner Restaurant „Wallenstein“
Sehen dem Rostocker Kampfabend entspannt entgegen: Weltmeister Jürgen Brähmer, Trainer Karsten Röwer und dessen Co. Sebastian Sylvester (v.r.) bei der gestrigen Pressekonferenz im Schweriner Restaurant „Wallenstein“

Krasniqi will Box-Weltmeister Brähmer entthronen und in Pension schicken / „Das wollten schon viele“

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11. März 2015, 20:54 Uhr

In zehn Tagen ist Jürgen Brähmer Box-Rentner. Das behauptet jedenfalls Robin Krasniqi. Der 27 Jahre alte Münchner will den achteinhalb Jahre älteren Schweriner beim Kampfabend am 21. März in der Rostocker Stadthalle als WBA-Weltmeister im Halbschwergewicht entthronen und solchermaßen in Pension schicken. „Da ist er nicht der erste. Das wollten schon viele“, sagte der seit 15 Monaten amtierende Champion sichtlich unaufgeregt bei einer gestern gemeinsam von der Weißen Flotte und dem Restaurant Wallenstein in Schwerin ausgerichteten Pressekonferenz. „Aber das mit der Rente entscheide ich selber.“

Außer dieser markigen Ankündigung kennt Brähmer (45 Siege – 33 K.o./2 Niederlagen) von seinem kommenden Gegner (43-16/3) nur noch ein paar Box-Runden. Vom Video her. Krasniqi unterschätzen will er aber ebensowenig wie mit gleicher Münze heimzahlen. „Das ist ein ehrgeiziger Junge. Und klar ist: Keiner, der um eine WM boxt, will etwas auf die Nase kriegen“, sagt der Weltmeister: „Entsprechend konzentriert bereite ich mich vor. Ich will nichts dem Zufall überlassen.“

Trainer Karsten Röwer haut in die gleiche Kerbe. „Krasniqi ist die Nummer 1 der WBA-Weltrangliste. Damit hat er sich das Recht erkämpft, als Pflichtherausforderer anzutreten. Es gibt also keinerlei Grund, Krasniqi zu unterschätzen.

Dennoch sieht der erfahrene Coach seinen Schützling klar im Vorteil. „Krasniqi hat ein großes Herz und ist ein guter Kämpfer. Aber im technisch-taktischen Bereich reicht er an Jürgen ebensowenig heran wie in der Schlaghärte.“

Etwa 80 Sparringsrunden hat das Erfolgsduo vom Berliner Sauerlandstall in den vergangenen vier Wochen in die Vorbereitung investiert. Auch heute Abend stehen noch einmal sechs Runden auf dem Programm, gegen drei Gegner, die sich nach jeweils zwei Runden ablösen.

Noch bis zum Dienstag wird die verschworene Profi-Truppe in Schwerin trainieren, an der alten Wirkungsstätte von Röwer und Brähmer, die hier vor zwei Jahrzehnten schon im Amateurlager zusammenarbeiteten. Dann geht es nach Rostock, wo sich am Dienstag um 14 Uhr im Ostseepark die Boxer des Kampfabends im öffentlichen Training vorstellen.

Beim Kampfabend am Samstag mit seinen sieben Duellen – u. a. auch mit Brähmers Trainingskollegen Tyron Zeuge und Stefan Härtel, Teenie-Talent Vincent Feigenbutz sowie Schwergewichtler Denis Boytsov – kann dann allerdings nur live dabei sein, wer sich bereits seine Eintrittskarte gesichert hat. Alle 4758 Tickets waren schon vor einer Woche verkauft. Zum Glück überträgt TV-Partner Sat.1 zumindest den Kampf von Jürgen Brähmer live. Übertragungsbeginn ist um 22.35 Uhr.

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