Volleyball : Der Mann mit den Psycho-Tricks

Grübelnder Trainer: Was heckt Alexander Waibl wohl für das morgige Gastspiel in Schwerin aus?
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Grübelnder Trainer: Was heckt Alexander Waibl wohl für das morgige Gastspiel in Schwerin aus?

Alexander Waibl, Trainer der Dresdner Bundesliga-Volleyballerinnen, polarisiert gerne und hat in Schwerin nicht viele Freunde

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03. März 2014, 14:19 Uhr

Wenn die Bundesliga-Volleyballerinnen des Dresdner SC zum Punktspiel nach Schwerin kommen, wird es immer interessant. Vor allem, wenn Alexander Waibl die Geschicke der Sächsinnen leitet. Der gebürtige Stuttgarter mag es, wenn er polarisieren und provozieren kann. Vor allem in Schwerin.

Rückblende: Am 22. Dezember 2012 trat der Dresdner SC zum bislang letzten Mal zu einem Punktspiel (danach noch zweimal in den Play-offs) in der Arena an. Als die Spielerinnen begannen, sich warmzumachen, rieben sich viele Zuschauer verwundert die Augen: Während die SSC-Spielerinnen kurz für eine letzte Besprechung in der Kabine verschwanden, „besetzten“ die Dresdnerinnen deren gewohnte Spielhälfte rechts vom Hauptschiedsrichter. Die Gastgeberinnen machten gute Miene zum unsportlichen Spiel und absolvierten ihre Aufwärm-Übungen auf der „falschen“ Seite.

Die letzten vielleicht noch in Schwerin vorhandenen Sympathien verscherzte sich der 45-Jährige, als er nach der 2:3-Niederlage nach seiner Spielanalyse gefragt wurde. „Ich wünsche Ihnen allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! Wir sehen uns im Januar in Dresden“, lautete seine Antwort, bevor er ohne weitere Worte verschwand. Zumindest war er vorher noch seiner Pflicht nachgekommen, die beste Schwerinerin auszuzeichnen.

Morgen ab 19 Uhr kommt es nun zu einem Wiedersehen: Zum Auftakt der letzten englischen Woche in der Normalrunde empfangen die Bundesliga-Volleyballerinnen erneut den Dresdner SC. Der hat sicherlich daran zu knabbern, dass er gerade am Sonnabend hauchdünn gegen den russischen Serienmeister Uralotschka Jekaterinburg im Halbfinale des CEV-Pokals gescheitert zu sein. Und nach drei Punktspielniederlagen in Folge – gegen Stuttgart, in Vilsbiburg und gegen Wiesbaden – ist der einstige Spitzenreiter auf den dritten Tabellenplatz abgerutscht. Da müsste morgen im Nachholspiel in Mecklenburg eigentlich ein Dreier her, um zumindest wieder auf Rang 2 zu klettern. Spitzenreiter Wiesbaden wäre dann nur noch drei Zähler weg – und hat noch ein Spiel weniger auszutragen als Dresden.

Schwerin seinerseits braucht die Punkte nicht minder dringend: Aufgrund der eklatanten Auswärtsschwäche – der letzte Sieg in der Fremde liegt inzwischen über drei Monate zurück – hat der SSC als Fünftplatzierter vier Zähler Rückstand auf die Ladies in black Aachen. Und bei einem Dreier läge sogar Dresden nur noch zwei Punkte vor Schwerin. Das wird Alexander Waibl garantiert verhindern wollen – mit allen möglichen Tricks…


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