zur Navigation springen

FC HANSA ROSTOCK : Den Fans etwas schuldig

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

FC Hansa will heute ab 14 Uhr im Spiel gegen den Tabellenzweiten den ersten Heim-Dreier das Jahres

von
erstellt am 26.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Wenn es bislang einen Gewinner unter dem neuen Hansa-Trainer Dirk Lottner gibt, dann heißt dieser Sascha Schünemann. Der 22-jährige Mittelfeldspieler kam beim 1:0-Sieg bei Wacker Burghausen nach elf Drittliga-Partien erstmals wieder von Beginn an zum Einsatz. „Mich freut es, dass ich am vergangenen Wochenende die Chance bekommen habe und hoffe, dass es gegen RB Leipzig wieder so ist“, sagte der gebürtige Berliner, der zu Beginn der Saison von den Amateuren von Hannover 96 nach Rostock gewechselt war.


Bei Trainern zählt die Leistung, nicht das Alter


Seitdem fasste Schünemann an der Ostsee nie richtig Fuß. Zwar erhielt er unter Coach Andreas Bergmann immer mal wieder die Chance, sein Können zu beweisen, wartete aber zuletzt wie das gesamte Team mit schwankenden Leistungen auf. Nach der Roten Karte, die er Anfang Februar gegen den VfL Osnabrück erhielt, drückte der Youngster meist nur die Bank und musste sich in Hansas Oberliga-Truppe beweisen. Negativer Höhepunkt war sein Auftritt im Landespokal-Halbfinale gegen den 1. FC Neubrandenburg (1:2), als er wie all seine Mitspieler kläglich versagte.

Diese Leidenszeit scheint vorerst vorbei, tritt Schünemann seit dem Wechsel auf der Trainerbank befreiter auf. „Ich fühle mich wieder sehr wohl, habe richtig Spaß am Fußball“, sagt das Talent, das die Jugendschule von Hertha BSC durchlief. Der Grund liegt auf der Hand: Lottner setzt bislang vornehmlich auf junge Spieler und lässt Routiniers wie Pekovic auf der Bank schmoren. „Das liegt nicht nur am Trainer, sondern auch an seinen Assistenten Robert Roelofsen und Uwe Ehlers, die sich schon über einen längeren Zeitraum einen Eindruck verschaffen. Bei ihnen zählt die Leistung, nicht das Alter“, sagt Schünemann, der einen neuen Teamgeist ausgemacht haben will. „Alle ziehen wieder voll mit. Wir haben eine ganz andere Körpersprache auf dem Platz, treten viel lockerer und befreiter auf und haben ein Lachen auf den Lippen.“

Ob dieser neue Spirit ausreicht, um heute ab 14 Uhr in der DKB-Arena gegen RB Leipzig zu punkten, wird sich zeigen. Fakt ist, dass der FC Hansa seinen Fans etwas schuldig ist. „Es wird wirklich Zeit, dass wir den ersten Heimsieg in diesem Jahr einfahren“, findet auch Schünemann und fügt selbstbewusst an: „Wir wollen Leipzig den Aufstieg vermiesen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen