Profiboxen in Dresden : Brähmer und die „jungen Wilden“

Jürgen Brähmer (l.) und Konni Konrad bei ihrem ersten Treffen im Juli in Dresden
Jürgen Brähmer (l.) und Konni Konrad bei ihrem ersten Treffen im Juli in Dresden

Titelverteidigung des Schweriner Weltmeisters und interessantes Rahmenprogramm: Boxabend mit Topleistungen in Dresden zu erwarten

svz.de von
04. September 2015, 12:00 Uhr

Augen auf in Dresden! Morgen (22:30 Uhr live in SAT.1) will Jürgen Brähmer die WBA-Weltmeisterschaft erfolgreich gegen Konni Konrad verteidigen. Vorab stellten sich Champion und Herausforderer in der sächsischen Landeshauptstadt den Fragen der Journalisten auf einer Pressekonferenz. Dabei kündigte Brähmer indirekt eine Leistungssteigerung im Vergleich zu seinem letzten Kampf an.

„In der Vorbereitung hatte ich diesmal mit keinem Handicap zu kämpfen“, so der 36-jährige Schweriner, der vor seinem Duell mit Robin Krasniqi im März zweimal für zwei Wochen wegen Grippe mit dem Training aussetzte.

Auch sein diesmaliger Gegner Konni Konrad steigt laut eigener Aussage in der „Form seines Lebens“ in den Ring. Konrad: „Ich greife völlig entspannt nach dem WM-Titel. Viele verkrampfen bei solch einer Chance, doch ich bin da anders. Ich habe für diesen Fight alles getan, habe mich mit meinem Team perfekt auf Jürgen eingestellt. Daraus ziehe ich meine Kraft. Es kann einfach nichts schiefgehen.“

Magomed Schaburow, der Coach des Kölners, der auch Brähmer aus Hamburger Universum-Zeiten gut kennt, dazu vielsagend: „Mit Fleiß und Geduld kann man viel schaffen!“

Karsten Röwer bekräftigt indes, dass Brähmer auf alle taktischen Kniffe des Herausforderers vorbereitet ist. „Konni boxt auf jeden Fall einen komplett anderen Stil als Jürgens letzter Gegner. Doch wir sind sehr gut darauf eingestellt – ich glaube nicht an eine Überraschung.“

Nicht überraschen, sondern begeistern wollen im Vorprogramm die jungen Talente vom Team Sauerland: Mit Noel Gevor, Leon Bauer und Stefan Härtel präsentieren sich Boxer der „nächsten Generation“. Das bestätigt Christian Meyer und zieht einen Vergleich: „2004 haben wir das letzte Mal in Dresden veranstaltet. Damals haben unter anderem Arthur Abraham und Nikolai Walujew in den Vorkämpfen geboxt. Wenig später waren beide Weltmeister – schauen Sie also gut hin“, so der Geschäftsführer von Sauerland Event.

Ob Jürgen Brähmer dann noch aktiv sein wird, wenn seine Teamkollegen um die WM boxen, ließ er selbst offen. „Boxen macht mir immer noch Spaß. Solange ich den Sport auf höchstem Niveau ausüben kann, werde ich weitermachen.“

Dazu muss morgen ein Sieg gegen Konni Konrad her.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen