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SSC : Aus dem Seuchenjahr schnell lernen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SSC-Volleyballerinnen starten Vorbereitung auf neue Spielzeit / Doch noch ein Meister aus Schwerin

von
erstellt am 08.Mai.2014 | 15:44 Uhr

Dem gebürtigen Schweriner Robert Kromm war es vorbehalten, den letzten Ball dieser packenden Volleyball-Bundesligasaison zu verwandeln. Nachdem Paul Carroll und Kawika Shoji nach einem Angriff des VfB Friedrichshafen gerettet hatten, sprang der 2,12-Meter-Hüne der BR Volleys aus dem Hinterfeld ab und verwandelte gleich den ersten Meister-Matchball zum 3:1 (-23, 17, 17, 24). Damit gibt es wenigstens einen Schweriner Volleyballer, der im Jahr 2014 einen Meistertitel feiern kann.

Frauen-Meister Schweriner SC sah sich die entscheidende Saisonphase bekanntlich aus der Ferne an. „Den Dresdner Finalsieg gegen Vilsbiburg am Sonnabend habe ich im Internet verfolgt“, erzählt Felix Koslowski, Trainer des frühzeitig entthronten Titelverteidigers. „Und man muss fairerweise einräumen: Dresden war einfach dran!“

Der SSC hatte nach dem Viertelfinalaus in Aachen am 9. April eine Pause eingelegt und ist inzwischen in die Vorbereitung auf die nächste Spielzeit eingestiegen. „Natürlich haben wir die abgelaufene Saison intensiv analysiert und uns im Trainerstab auch selbst kritisch hinterfragt“, berichtet Koslowski. „Wir wollen unser Abschneiden nicht nur darauf schieben, dass einfach alles blöder Zufall war und die Verletzungsmisere allein schuld war. Wir haben uns auch angesehen, ob beispielsweise die Nationalspielerinnen, die frisch von der EM gekommen waren, überbelastet waren und deshalb verletzungsanfälliger. Das Wichtigste ist, dass wir aus den Fehlern lernen und nicht dieselben noch einmal machen“, lautet die Einschätzung des 30-Jährigen. Dazu gehört auch, dass der Chefcoach nicht wie im letzten Sommer wegen seiner Verpflichtungen als Co-Trainer der Nationalmannschaft erst drei Wochen vor Saisonbeginn zur Mannschaft stößt. „Das wird diesmal deutlich anders“, verspricht er.

Das Hauptaugenmerk der SSC-Verantwortlichen liegt derzeit verständlicherweise auf der Zusammenstellung des Kaders für die neue Spielzeit. Mit Talent Lene Scheuschner (VCO Berlin), Zuspielerin Danica Radenkovic, den Außenangreiferinnen Tatyana Mudritskaya, Pauliina Vilponen und Laetitia Moma Bassoko sowie Mittelblockerin Laura Pihlajamäki (alle Ziel unbekannt) haben sechs Akteurinnen die Mannschaft verlassen. Folglich steht dem SSC nach dem Sommer 2013 mit zehn Zugängen ein erneuter Umbruch bevor. „Wir haben derzeit gut 30 Spielerinnen in der engeren Auswahl und sind sicherlich auf einem guten Weg, schon bald über die ersten Vertragsabschlüsse zu berichten“, meint der Coach. Zudem hofft Koslowski darauf, dass die Langzeitverletzte Saskia Hippe sich für einen Verbleib in Schwerin entscheidet. „Wir reden regelmäßig mit ihr und ihrem Management und sind sehr zuversichtlich“, so der Trainer.

Er selbst und Jana Poll, Carina Aulenbrock sowie Anja Brandt bereiten sich derzeit auf den Nationalmannschaftslehrgang vor, der in zehn Tagen beginnt. Und neuerdings darf sich auch Denise Imoudu auf diesen Höhepunkt freuen. Sie wurde anstelle der Ex-Schwerinerin Denise Hanke nachnominiert, die in diesem Sommer eine Pause einlegen will.




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