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Hamburg und Berlin : 100 000 Unterschriften für Olympia

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Endspurt im Kampf um die Kandidatur für die Sommerspiele 2024 hat begonnen / Berlin setzt auf spektakuläre Bilder, Hamburg auf Seeler

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Hamburg schickt „Uns Uwe“ ins Rennen, Berlin setzt auf spektakuläre Bilder vom Brandenburger Tor: Vier Wochen vor Bekanntgabe der Entscheidung ist das Olympia-Rennen zwischen Hamburg und Berlin auf die Zielgerade eingebogen. Und HSV-Idol Uwe Seeler träumt von Olympia in seiner Heimatstadt. „Ich wäre begeistert und würde mich riesig freuen“, sagte Seeler. „Auch für die Olympia-Teilnehmer wäre das erstklassig. Sie würden sich hier wohlfühlen.“ Hamburg bereite sich „besonders gut vor“, die Spiele in der Hansestadt hätten eine hohe Nachhaltigkeit. Alles spreche im Bewerber-Wettstreit mit Berlin für Hamburg, findet Seeler: „Ich bin weit gereist, und es gibt wunderschöne Städte. Aber nach wie vor bleibt Hamburg für mich die schönste Stadt der Welt, und das wird den Olympioniken sicherlich auch dargeboten.“

In Berlin setzt man derweil auf tolle Bilder vom Brandenburger Tor. Vertreter des Berliner Sports übergaben dort gestern 100  000 Unterschriften von Olympia-Befürwortern an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Zudem bildeten 600 Kinder vor Deutschlands berühmtestem Wahrzeichen mit bunten Pappen die Olympischen Ringe nach. Zusammengehalten wurden die Ringe von 200 Unterschriftenplakaten, die als „lebendiges Olympisches Band“ präsentiert wurden.

„Das ist eine großartige Initiative“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller: „100  000 Unterschriften sind das Votum, auf das alle lange gewartet haben. Es zeigt: Berlin ist begeistert und will die Spiele ausrichten.“

Derweil erklärte der DOSB nochmals den Fahrplan bis zur Entscheidungsfindung. Demnach gibt das DOSB-Präsidium am 16. März in Frankfurt/Main seine Empfehlung für den deutschen Kandidaten zur Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028 bekannt. Die Empfehlung gilt als Entscheidung. Am 21. März kommt es im Rahmen der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB zur Bekanntgabe der Entscheidung über die deutsche Bewerberstadt. Es ist davon auszugehen, dass die Versammlung dem Präsidiumsvorschlag folgt.

Nach Bekanntgabe des Kandidaten steht wahrscheinlich im September 2015 die Bürgerbefragung an, die die Kandidatur bei negativem Ergebnis noch kippen könnte. Im Sommer 2017 entscheidet dann das IOC, welche Stadt den Zuschlag erhält. Eine Kandidatur angekündigt haben bislang Boston und Rom. Als weitere Bewerber werden Paris, Durban, Istanbul, Doha und Baku gehandelt.

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