Boxabend von Weltniveau

Begrüßung: die Bundesligastaffel des BC Traktor
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Begrüßung: die Bundesligastaffel des BC Traktor

Fast 2000 Fans erleben in Schwerins Palmberg-Arena nach Länderkampf gegen Kuba Schweriner 14:10-Bundesligaerfolg über Chemnitz

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16. Februar 2020, 19:49 Uhr

Mit einem: „Vielen Dank für das Top-Vorprogramm zu unserem Bundesliga-Vergleich“, brachte der Cheftrainer der Schweriner Traktor-Staffel, Sebastian Zbik, am Samstagabend in der Pressekonferenz augenzwinkernd auf den Punkt, was knapp 2000 Zuschauer zuvor fast sechs Stunden lang in der Palmberg-Arena erlebt hatten: einen Boxabend von Weltniveau mit dem Länderkampf Kuba - Deutschland und dem Bundesliga-Vergleich BC Traktor - BC Chemnitz.

Für das Weltniveau sorgten natürlich in erster Linie Kubas Auswahlboxer, die seit Dienstag in Schwerin trainieren. „Es ist schon toll, diese Weltklasseboxer einmal live zu sehen – hier live zu sehen“, schwärmte Dieter Berg. Als Schützling von Trainer Willi Ramin (gestern übrigens Jubilar mit seinem 70. Geburtstag – dazu herzlichen Glückwunsch!) gewann er selbst seine ersten Jugend-Titel und verkörperte später als Europameister und WM-Medaillengewinner selbst Weltklasse.

Drei Olympiasiege und elf WM-Titel haben allein fünf der in Schwerin weilenden Kubaner aufzuweisen. Zum Vergleich: Die deutsche Box-Geschichte blickt insgesamt auf neun Olympiasiege und vier WM-Titel zurück.

Entsprechend klar lief der Ländervergleich. Die fünf kubanischen Titelsammler Lazaro Alvarez (60 kg), Andy Cruz Gomez (64 kg), Roniel Iglesias (69 kg), Arlen Lopez (81 kg) und Julio Cesar La Cruz (91 kg) ließen überhaupt keinen Zweifel an ihrer Klasse aufkommen. Ebenso wie ihr Superschwerer Dainier Pero, der bislang zwar „nur“ U19-Weltmeister war, aber Schwerins vorjährigem Bundesliga-Publikumsliebling Nelvie Tiafack keine Chance ließ.

Nur Hamza Touba (52 kg) und vor allem Silvio Schierle (75 kg) konnten die kubanische Siegesserie brechen. „Silvio war ganz stark. Er hat gezeigt, wie man Kubaner schlagen kann“, sagte Sebastian Zbik, der hinterher mit seinen Jungs in der Bundesliga Kuba sozusagen imitierte: sechs Siege, zwei Niederlagen.

„Den RSC-Sieg von Wladimir Bitjakow im Halbschwergewicht der Bundesliga, den hätten wir etwas früher gebraucht. Dann wäre das Publikum noch mehr da gewesen“, bedauerte der 37-Jährige und befand: „Nach den Gala-Auftritten im Länderkampf kamen unsere ersten Kämpfe doch ein wenig zäh daher.“

Was sich allerdings nur dahingehend unterschreiben lässt, dass es weniger spektakulär zuging. Denn was vor allem die jungen Kämpfer – alle erst um die 20 – beider Staffeln boten, war technisch ansprechend. Da war kein Ringer zu sehen, alle versuchten sich mit boxerischen Mitteln zu behaupten.

Zum Schluss wurden dann aber auch die Letzten wieder hellwach. Gleich nach Bitjakow brauchte auch Schwerins K.o.-Held Nadir Ünal (91 kg) wieder einmal weniger als eine Minute für seinen Sieg. Und wie sich zum Abschluss Superschwer-Talent Viktor Jurk siegreich gegen den erfahrenen deutschen Meister von 2011, Philip Gruner, durchsetzte, zeigte, dass die Fans von dem von Michael Timm trainierten U22-Vizeeuropameister noch viel zu erwarten haben dürften.

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