Hasstirade gegen Homosexuelle : Australischer Rugby-Star Folau einigt sich mit Verband

Der ehemalige australische Rugby-Profi Israel Folau verlässt den Federal Circuit Court in Melbourne. /AAP/dpa
Der ehemalige australische Rugby-Profi Israel Folau verlässt den Federal Circuit Court in Melbourne. /AAP/dpa

Rund acht Monate nach seiner Kündigung wegen einer Hasstirade gegen Homosexuelle hat der australische Rugby-Star Israel Folau seinen Rechtsstreit mit dem Verband Rugby Australia beigelegt.

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04. Dezember 2019, 15:15 Uhr

Man werde sich nicht weiter zu den Bedingungen der vertraulichen Einigung äußern, teilten beide Seiten in einer gemeinsamen Stellungnahme mit.

Der Verband hatte im Mai den millionenschweren Vierjahresvertrag mit dem 30-Jährigen beendet. Grund dafür waren verschiedene Botschaften Folaus in sozialen Netzwerken. Zuvor hatte der streng gläubige Christ unter anderem auf seinem Instagram-Konto an die Adresse von «Trinkern, Homosexuellen, Ehebrechern» geschrieben: «Die Hölle wartet auf Euch.» Mit der Auflösung des Vertrags ist die Karriere des 73-maligen Nationalspielers praktisch beendet.

Folau ging daraufhin juristisch gegen seine Kündigung durch Rugby Australia vor. Er argumentierte, dass sein Vertrag rechtswidrig aus religiösen Gründen aufgekündigt worden sei. Als Schadenersatz forderte Folau 14 Millionen Australische Dollar (rund 8,6 Millionen Euro). Zugleich verlangte er eine Wiedereinstellung.

Der Beitrag habe Folaus aufrichtige religiöse Überzeugungen widergespiegelt, hieß es nun in der Mitteilung. Er habe damit niemandem schaden oder keinen beleidigen wollen. Rugby Australia sei «in keiner Weise mit dem Inhalt des (Beitrags) einverstanden». Der Verband entschuldigte sich jedoch bei Folau und seiner Familie «für die verursachten Schmerzen oder Schäden».

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