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Zahlreiche Stichverletzungen Golf-Europameisterin tot auf dem Kurs gefunden

Von Nina Brinkmann und dpa | 18.09.2018, 20:19 Uhr

Die Ermittler sind sich sicher: Der Tod der spanischen Golferin Celia Barquin Arozamena war Mord.

Nachdem andere Spieler am Montagvormittag eine verlassene Golftasche auf einem Court im US-Bundesstaat Iowa gefunden hatten, hatten sie die Polizei alarmiert. Diese machte in der Nähe den grausamen Fund: Die Leiche der amtierenden Golf-Europameisterin der Amateure, Celia Barquin Arozamena.

Barquin wurde wahrscheinlich während des Trainings angegriffen. Sie habe Stichwunden am Oberkörper, Hals und Kopf aufgewiesen, zitierten amerikanische Medien die Ermittler. Ein Verdächtiger – ebenfalls 22 Jahre alt – sei festgenommen worden. Die genauen Umstände der Tat waren noch unklar. 

Studentin der Iowa State University

Der Golfkurs "Coldwater Golf Links", auf dem Barquin Arozamena jetzt tot gefunden wurde, liegt in unmittelbarer Nähe zum Uni-Campus der Iowa State University. Dort studierte die Spanierin Bauingenieurwesen. Laut einem Bericht der Zeitung "The Sun" stand sie kurz vor dem Abschluss ihres Studiums. An der Uni war sie Mitglied des Golf-Teams. Aufgrund ihrer Erfolge wurde die 22-Jährige zur Sportlerin des Jahres 2018 der Universität gewählt. Unter anderem gewann sie Ende Juli die Golf-Amateur-WM in der Slowakei.

Die Präsidentin der Iowa State University, Wendy Wintersteen, sagte nach dem Bekanntwerden des Todes: "Wir sind tieftraurig über den tragischen Tod von Celia Barquin Arozamena. Eine engagierte Bauingenieurwesen-Studentin, talentierte Athletin und gefeierte Golferin mit einer großen Zukunft. Es ist ein schrecklicher Verlust."

Auch ihre Golftrainerin, Christy Martens, zeigte sich geschockt: "Wir sind tief bestürzt. Celia war eine wunderbare Person, de von ihren Teamkolleginnen sehr gemocht wurde." Der Chef des spanischen Olympia-Komitees, Alejandro Blanco, sprach von einem "tiefen Schock".