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Auch im nächsten Jahr heiße Duelle gegen Hansa Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga

Von sid/dpa | 24.05.2011, 11:27 Uhr

Dynamo Dresden kehrt in Liga zwei zurück. Der achtmalige DDR-Meister setzte sich im Relegations-Rückspiel beim VfL Osnabrück 3:1 n. V. durch und löste so das Ticket für die kommenden Saison in der 2. Bundesliga.

1:1 war das Hinspiel der Relegation um Aufstieg in die bzw. Erhalt der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem Dritten der 3. Liga Dynamo Dresden und dem Drittletzten der 2. Liga VfL Osnabrück ausgegangen. 1:1 endete gestern Abend auch die zweite Partie, so dass es in der osnatel-Arena in die Verlängerung ging. Hier erzielte Dani Schahin in der 94. Minute den vorentscheidenden Treffer für die Sachsen: Dynamo Dresden ist zweitklassig!

Schahin und Koch machen alles klar

Vor 16 600 Zuschauern im ausverkauften Stadion hatte Osnabrück die erste gute Chance. Nach einer Flanke von Flamur Kastrati kam der weit aufgerückte Rechtsverteidiger Alexander Schnetzler freistehend aus wenigen Metern zum Kopfball, verfehlte das Dresdner Tor aber deutlich (7.). Auf der Gegenseite rettete Tobias Nickenig in höchster Not auf der Linie, nachdem Dynamo-Stürmer Dani Schahin VfL-Keeper Tino Berbig umkurvt und aufs leere Tor abgezogen hatte (21.). Nickenig knallte bei der Rettungsaktion gegen den Pfosten und musste minutenlang behandelt werden.

Gäste-Schlussmann Benjamin Kirsten konnte sich gleich zweimal auszeichnen: In der 26. Minute klärte er einen Freistoß von Schnetzler ebenso zur Ecke wie einen Schuss von Sebastian Tyrala (43.). Doch dann brachte Jan Mauersberger Sekunden vor der Pause die Niedersachsen per Kopf mit 1:0 in Führung.

Nach gut einer Stunde sorgte Cristian Fiel für den Ausgleich und letztlich die Verlängerung. Hier legte Dynamo frühzeitig vor.

Jetzt mussten die Gastgeber zwei Treffer machen, um noch den Klassenerhalt zu schaffen. Angreifer Dennis Schmidt taten sich Chancen auf (108., 112.). Ansonsten hatten die Dresdner jetzt die Lage gegen geschockte Lila-Weiße im Griff. Bis auf Alexander Esswein stellten sich die Sachsen hinten rein, um in den letzten Minuten nichts mehr anbrennen zu lassen.

Nach dem "Auftritt" eines Flitzers in der 118. Minute sorgte Sekunden später Robert Koch mit dem 3:1 für die endgültige Entscheidung.

In der Arena kümmerte sich ein großes Aufgebot von Polizei und Ordnern um die gut 1800 Gäste-Fans. Zudem hatten Tausende auf dem Marktplatz in Osnabrück und im Dresdner Glücksgas-Stadion beim Public Viewing mitgefiebert.