ARD-Bericht : Doping-Verdacht gegen deutschen Athleten: Eisschnelläufer im Fokus

Ein deutscher Eisschnelläufer steht unter dem Verdacht, gedopt zu haben.
Ein deutscher Eisschnelläufer steht unter dem Verdacht, gedopt zu haben.

Betrifft der Doping-Skandal auch deutsche Winterathleten? Dies zumindest berichtet die ARD.

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25. März 2019, 12:07 Uhr

Berlin | Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft München äußert sich nicht zu einem ARD-Bericht über etwaige Ermittlungen gegen einen angeblich unter Doping-Verdacht stehenden deutschen Eisschnellläufer. "Über Sportler, Sportarten und Nationalitäten berichten wir nicht. Jetzt sammeln wir erst mal weiter", erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag auf dpa-Anfrage. Die ARD-"Sportschau" hatte am Sonntag berichtet, ein deutscher Eisschnellläufer stehe im Verdacht, Kunde eines mutmaßlichen Doping-Netzwerkes zu sein. Als Hauptbeschuldigter gilt dabei ein Sportmediziner aus Erfurt.

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Die Nationale Anti-Doping-Agentur teilte mit, dass sie eng mit der Münchner Staatsanwaltschaft kooperiere, aber zum derzeitigen Zeitpunkt "den im ARD-Bericht genannten Fall weder bestätigen noch dementieren" könne. "Sollte es bei den Ermittlungen Hinweise auf mögliche Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen deutscher Athleten/innen und/oder Betreuer/innen geben, wird die NADA diesen auf sportrechtlicher Ebene nachgehen", erklärte die Bonner Agentur auf dpa-Anfrage.

Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass nach den Razzien bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld sowie in Erfurt bislang 21 Athleten aus acht europäischen Ländern ermittelt worden seien, die mutmaßlich Eigenblut-Doping betrieben haben sollen. Der zuständige Oberstaatsanwalt Kai Gräber wollte am vergangenen Mittwoch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen, ob deutsche Sportler darunter seien. Die 21 Sportler kämen aus fünf Sportarten, darunter drei Wintersportarten.

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