Ski-WM in Are : Ungeschickt eingefädelt: Deutscher Medaillentraum geplatzt

Linus Straßer fädelte kurz vor dem Ende ein und wurde disqualifiziert.
Linus Straßer fädelte kurz vor dem Ende ein und wurde disqualifiziert.

Deutschland hat bei der Ski-WM einfach kein Glück. Schon wieder gibt es nach einer starken Leistung keine Medaille.

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12. Februar 2019, 19:14 Uhr

Are | Deutschland hat auch beim Team-Event die erste Medaille bei der Ski-WM in Are mit Rang vier denkbar knapp verpasst. Im kleinen Finale unterlagen Linus Straßer, Anton Tremmel, Christina Geiger und Lena Dürr der Mannschaft aus Italien 1:3. Den Titel holten sich am Dienstagabend die Olympiasieger aus der Schweiz gegen Rekord-Weltmeister Österreich. Beim 2:2 waren wie zuvor im Halbfinale gegen Deutschland die besseren Laufzeiten der entscheidende Faktor.

"Momentan sind alle etwas traurig, dass es der vierte Platz geworden ist, das ist einfach der beschissenste Platz", sagte Christina Geiger dem ZDF. "Wir sind etwas traurig, aber das wird schon wieder."

Schon zum zweiten Mal Vierter

Schon im Super-G mit den Plätzen vier und sechs für Viktoria Rebensburg und Josef Ferstl sowie dem fünften Platz von Straßer in der Kombination waren die Deutschen knapp an den Podestplätzen vorbei geschrammt. "Jetzt sind wir schon zweimal Vierter geworden", sagte Alpinchef Maier. "Es hätte uns mal ganz gut getan, wenn nicht das Glück, aber das Ergebnis auf unserer Seite gelegen hätte." Vor den abschließenden Slaloms und Riesenslaloms droht weiter die erste WM ohne Medaille seit zwölf Jahren.

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Die letzte Medaille in einem Team-Event holte eine deutsche Mannschaft 2013 mit Bronze bei der WM in Schladming. Bei Olympia in Pyeongchang vor einem Jahr kam das Aus im Viertelfinale gegen die späteren Olympiasieger aus der Schweiz, bei der WM in St. Moritz verlor Deutschland gleich zu Beginn gegen die Slowakei.

Linus Straßer mit dem Patzer

Dieses Mal gab es zu Beginn ein überzeugendes 3:1 gegen die Briten. Geiger, Straßer und Dürr gewannen ihre Duelle. Tremmel hatte bei seinem WM-Debüt keine Chance gegen Dave Ryding, konnte aber aus der sehr guten Laufzeit Selbstvertrauen ziehen.

Danach folgte ein 3:1 gegen Titelverteidiger Frankreich, nach dem Alpinchef Wolfgang Maier die Hand zur Faust ballte. Erneut punkteten Geiger, Dürr und Straßer gegen die starke Konkurrenz. Einzig Tremmel hatte gegen Routinier Julien Lizeroux das Nachsehen.

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Gegen die Olympiasieger aus der Schweiz holten die Deutschen wie in Südkorea ein 2:2, hatten aber erneut die schlechteren Laufzeiten und verpassten das Finale um 0,20 Sekunden. Dort holte Lena Dürr nach einem 0:2 den wichtigen Punkt zum 1:2, ehe Linus Straßer sich ein hartes Rennen mit Alex Vinatzer lieferte. Der 26-Jährige schien sogar gewonnen zu haben, doch Sekunden später wurde er wegen eines Einfädlers disqualifiziert – und die Hoffnung auf Bronze war dahin.

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