"Schlechter Scherz" : Hitzige Diskussion nach Berlin-Vorschlag zu Olympischen Spielen 2036

Zurzeit wird eine mögliche Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036 in Berlin heiß diskutiert.
Zurzeit wird eine mögliche Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036 in Berlin heiß diskutiert.

Kommen 2036, genau 100 Jahre nach den Olympischen Spielen während der Nazidiktatur, die Sommerspiele erneut nach Berlin?

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01. März 2019, 12:24 Uhr

Berlin | In Berlin hat der Anstoß zu einer erneuten Olympia-Bewerbung der deutschen Hauptstadt heftige Diskussionen ausgelöst. Besonders das von Berlins Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) ins Spiel gebrachte Jahr 2036 – genau 100 Jahre nach den Sommerspielen während der Nazidiktatur – wird heftig debattiert.

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Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin (LSB), forderte am Freitag im "rbb", dass die Bewerbung "intensiv diskutiert" werden müsse, da es sich um ein "hochsensibles Projekt" handle. "Ich denke, wir können mit dem Rückblick ein Zeichen setzen, wohin sich Deutschland entwickelt hat – zu einem demokratischen, friedvollen und weltoffenen Land", erklärte der LSB-Chef zum Bezug zu 1936.

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Berlin war in den 1990er Jahren mit einer Bewerbung für die Olympischen Spiele 2000 gescheitert. Bei einen neuem Anlauf für Olympia 2024 unterlag Berlin in der nationalen Ausscheidung Hamburg, ehe die Bürger der Hansestadt dem Plan 2015 eine Absage erteilten.

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Nach Geisels Vorschlag für Spiele 2036 gab es auch Kritik aus der rot-rot-grünen Regierungskoalition in Berlin. Linken-Fraktionsvorsitzender Udo Wolf fragte auf Twitter: "Ein schlechter Scherz, oder?" Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) pflichtete ihm in dem sozialen Netzwerk bei und betonte in der "Bild"-Zeitung: "Berlin hat andere Herausforderungen, als für eine Olympia-Bewerbung Geld auszugeben." Grünen-Abgeordnete Anja Schillhaneck kommentierte den neuen Vorstoß für Olympia ebenfalls kritisch: "Olympische Spiele '36, als nationale Sache, in Berlin – da war doch irgendwas, oder?" Die Nazis hatten die Spiele 1936 als Propagandaschau missbraucht.

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