Kritik an Partei : Basketball-Präsident Ingo Weiss: "Keine Anknüpfungspunkte" mit der AfD

DBB-Präsident Ingo Weiss und Nationalspieler Dennis Schröder machen sich gegen Rassismus stark.
DBB-Präsident Ingo Weiss und Nationalspieler Dennis Schröder machen sich gegen Rassismus stark.

Die Basketball-Nationalmannschaft macht sich gegen Rassismus stark. Nun äußert sich auch der Verbandspräsident.

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24. September 2018, 07:41 Uhr

Berlin | Verbandspräsident Ingo Weiss sieht für die AfD "keine Anknüpfungspunkte" im deutschen Basketball. "Der Sport sollte nicht politisieren, sondern integrieren", sagte der Chef des Deutschen Basketball Bunds der Deutschen Presse-Agentur. "Mit anderen Parteien wie der CDU, SPD, FDP, den Grünen und den Linken arbeite ich gerne zusammen, weil uns die Werte verbinden. In Bezug auf die AfD trennen uns diese Werte, deshalb gibt es da keine Anknüpfungspunkte, mit dieser Partei muss ich nicht zusammenarbeiten." Es sei wichtiger, Menschen zu helfen – "und das kann der Sport leisten."

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Die deutsche Nationalmannschaft hatte sich vor gut einer Woche deutlich für Toleranz und gegen Rassismus ausgesprochen. Die Spieler zeigten sich in einem Video und beim Aufwärmen vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Israel in Leipzig in T-Shirts mit dem Slogan #Wirsindmehr. Initiator Bastian Doreth hatte anschließend die AfD kritisiert und "Zeit Online" gesagt, es sei "eine Schande, dass eine solche Partei so viele Stimmen erhält."

Mannschaft setzt Zeichen

Es habe sehr viel Lob für die Aktion der Nationalmannschaft gegeben, sagte Weiss. "Es gab sehr viele Menschen, die gesagt haben: Endlich mal eine Nationalmannschaft, die Farbe bekennt", sagte Weiss dazu. Es habe nur sehr wenige kritische Stimmen dazu in sozialen Netzwerken gegeben. "Die Mannschaft hat ein Zeichen gesetzt. Die Leute, die anders denken, wollen wir gar nicht bei uns in der Halle oder als unsere Fans haben."

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