Deutsche Volleyball-Meisterschaft : Schwerins Endspiel: Stuttgarts Finalfluch "ist in den Köpfen drin"

Holt der SSC Palmberg Schwerin seinen dritten Titel in Folge?
Holt der SSC Palmberg Schwerin seinen dritten Titel in Folge?

Im Finale der Playoffs kommt es am Samstag (18:25 Uhr auf SPORT1) zum entscheidenden Spiel um die Meisterschaft.

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11. Mai 2019, 11:31 Uhr

Schwerin | Zum fünften Mal in Folge stehen die Volleyballerinnen des MTV Stuttgart im Playoff-Finale der deutschen Meisterschaft. Bitter: Nie konnten sich die Stuttgarterinnen durchsetzen. In den vergangenen beiden Finals unterlagen sie dem SSC Palmberg Schwerin. Am Samstag (18:30 Uhr, SPORT1 überträgt live im TV ab 18:25 Uhr) kommt es nun zum erneuten Aufeinandertreffen. Schlägt der Stuttgarter Finalfluch erneut zu?

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"Stuttgart hat Spielerinnen im Kader, die das gar nicht selbst miterlebt haben. Trotzdem ist das natürlich immer ein Thema", sagt SPORT1-Volleyballexperte Dirk Berscheidt, der in dieser Saison mehr als 40 Partien der Volleyball-Bundesliga der Frauen kommentiert hat. "Ich glaube, dass das in den Köpfen drin ist – ob man will oder nicht."

SPORT1-TV-Experte Dirk Berscheidt.
SPORT1
SPORT1-TV-Experte Dirk Berscheidt.

Tatsächlich wirkten die Stuttgarterinnen im vierten Duell am Donnerstagabend verkopft, Schwerin gewann deutlich mit 3:0 vor heimischer Kulisse. "Das war wirklich überraschend", sagt Berscheidt mit Blick auf die zuvor eher ausgeglichenen Partien:

  • MTV Stuttgart - SSC Palmberg Schwerin 3:1 (27. April)
  • SSC Palmberg Schwerin - MTV Stuttgart 3:1 (1. Mai)
  • MTV Stuttgart - SSC Palmberg Schwerin 3:2 (5. Mai)
  • SSC Palmberg Schwerin - MTV Stuttgart 3:0 (9. Mai)

In den beiden Jahren zuvor wurde die Meisterschaft zugunsten der Schwerinerinnen nach drei Spielen entschieden. "Beide Mannschaften spielen sehr ähnlich und auf einem eigenen Level in dieser Saison – in der Liga und international", zeigt sich Berscheidt nicht überrascht darüber, dass das Duell über fünf Runden geht.

Stuttgart mit 59 und Schwerin mit 57 Punkten dominierten die Hauptrunde nach Belieben. Krystal Rivers auf Seiten des MTV sicherte sich sieben Gold- und eine Silbermedaillen im MVP-Ranking, dahinter folgt die Schwerinerin Jennifer Geerties mit sieben Goldauszeichnungen während der abgelaufenen Saison – wichtige Säulen für die Spitzenmannschaften.

"Die beiden kann man kaum vergleichen. Beide Teams brauchen jeweils ihre Spielerinnen, um so spielen zu können, wie sie wollen", erklärt Berscheidt. "Wenn Rivers ausfällt, hat Stuttgart ein Problem. Wenn allerdings Geerties bei Schwerin ausfällt, hat der SSC ein noch größeres Problem."

"Was die wegblocken ist der Hammer"

Unabhängig von der individuellen Klasse sieht Berscheidt Schwerins Stärken in der Annahme und dem hohen Tempo über die Außenpositionen, "das macht es für den gegnerischen Block immer wahnsinnig schwierig." Dieser Block ist wiederum aufseiten der Stuttgarterinnen mit den US-Amerikanerinnen Molly McCage und Paige Tapp stark besetzt. "Was die in der Mitte wegblocken, ist der Hammer."

Enge Partie erwartet

Wer also macht das Rennen? "Ich habe in dieser Finalrunde gelernt, dass mich mein Bauchgefühl komplett in Stich lässt", sagt der SPORT1-Experte Berscheidt und lacht. "Ich würde mich nicht festlegen wollen. Ich drücke es etwas allgemeiner aus: Es geht über fünf Sätze."

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