Die Lage der Bundesliga : Von Doppelpacks und einem Hattrick: Stürmer brillieren

Herthas Torschütze Davie Selke (r) freut sich mit seinem Mitspieler Marvin Plattenhardt über die zwei erzielten Tore. R. Hirschberger
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Herthas Torschütze Davie Selke (r) freut sich mit seinem Mitspieler Marvin Plattenhardt über die zwei erzielten Tore. R. Hirschberger

Im Abstiegskampf der Bundesliga sieht es für Köln und Hamburg immer düsterer aus. An der Spitze stellen die Bayern erneut ihre starke Form unter Beweis. Neben den Münchnern gewinnt noch ein weiteres Team nach Rückstand.

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15. April 2018, 07:38 Uhr

Der FC Bayern München siegt auch nach dem Gewinn seiner 28. deutschen Fußball-Meisterschaft einfach weiter. Das Team von Coach Jupp Heynckes feierte gegen Borussia Mönchengladbach einen deutlichen 5:1 (2:1)-Erfolg.

Bei den Bayern traf Nationalstürmer Sandro Wagner doppelt. Auch in Berlin gab es einen zweifachen Torschützen, ein Leverkusener erzielte sogar einen Hattrick. Die Schlaglichter der Samstagsspiele in der Bundesliga:

GLANZ NACH RÜCKSTAND: 28 Minuten durfte sich Gladbach über eine Führung in München freuen. Dann drehten die Bayern auf: Wagner (37./41. Minute), Thiago (51.), David Alaba (67.) und Robert Lewandowski (82.) schossen und köpften mit teils schönen Toren einen souveränen Heimsieg für die Bayern heraus. Im 100. Duell der beiden Traditionsclubs in der Bundesliga war es der insgesamt 48. Sieg des deutschen Rekordmeisters. Für Misstöne sorgte lediglich das Thema Niko Kovac. Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wiesen die Kritik von Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic mit deutlichen Worten zurück («ziemlich unverschämt»).

DOPPELPACK: Nach dem 1:0-Führungstreffer keimte nochmal Hoffnung auf beim 1. FC Köln. Doch dann kam Davie Selke und drehte die Partie mit einem Doppelpack in der 49. und 52. Minute für die Hertha. «Irgendwie ist das typisch für uns in der Rückrunde. Ich weiß nicht, wie oft wir schon in Führung waren. Innerhalb von ein paar Minuten kriegen wir dann die Gegentore», sagte Marcel Risse. Für den FC wird die Situation im Abstiegskampf bei sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und einem Spiel mehr als Mainz immer aussichtsloser.

HATTRICK: Drei Tore binnen 17 Minuten: Kevin Volland trumpfte beim 4:1-Sieg seiner Leverkusener gegen Eintracht Frankfurt in der Schlussphase groß auf. Der 25 Jährige schoss die Werkself quasi im Alleingang zum wichtigen Sieg im Rennen um die Champions-League-Plätze. Der 2:1-Treffer des Stürmers sei «der Dosenöffner» gewesen, sagte Bayer-Trainer Heiko Herrlich.

DER KAMPF GEHT WEITER: Der 3:2-Sieg gegen den FC Schalke 04 hatte so viel Hoffnung gegeben. Doch bei 1899 Hoffenheim war der Hamburger SV schon früh chancenlos. War's das jetzt mit dem Klassenverbleib? Trainer Christian Titz glaubt an den Kampfgeist seines Teams. «Heute sind wir auf einen sehr guten Gegner getroffen und haben verdient verloren», sagte er. «Aber die Mannschaft gibt sich nicht auf. Es sind noch zwölf Punkte zu vergeben. Wir werden bis zum Schluss alles geben.» Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz.

SPÄTER AUSGLEICH: Lange sah es nach dem Treffer von Erik Thommy in Stuttgart nach einem Heimsieg aus. Niclas Füllkrug hatte jedoch etwas dagegen. Der 96-Stürmer köpfte sein Team sehenswert in der Nachspielzeit zum Ausgleich. «Wir haben in der zweiten Hälfte im Grunde nicht viel zugelassen, gehen in Führung und müssen das zweite Tor machen», sagte VfB-Trainer Tayfun Korkut. «Nächste Woche Samstag haben wir wieder ein Heimspiel, in dem wir es besser machen und einen Sieg feiern wollen.» Dann geht's gegen Werder Bremen.

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