Das ABC zur Darts-WM : Von A wie Alexandra Palace bis Z wie Zahlen

Der Niederländer reckt den Pokal in die Höhe – das zweite Mal in seiner Karriere.
Der Niederländer Michael van Gerwen will seinen dritten Titel holen.

Bulls Eye? Kennt fast jeder. Triple-20? Schon schwieriger. Doch was ist ein Leg und was bedeutet „Robin Hood“?

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14. Dezember 2017, 12:00 Uhr

London | Am heutigen Donnerstag beginnt die Darts-WM 2018 im „Ally Pally“ in London. 19 Tage lang treten die besten Pfeile-Werfer der Welt in der britischen Hauptstadt gegeneinander an, um an Neujahr ihren neuen Weltmeister zu küren. Wir erklären die wichtigsten Begriffe des Trendsports.

A wie Alexandra Palace: Name der Halle im Londoner Norden. Bis zu 3000 Zuschauer finden in dem Darts-Palast, der auch „Ally Pally“ genannt wird, ihren Platz.

Tausende Dart-Fans verfolgen die Matches im Alexandra Palace in London.
Philip Dethlefs/dpa

Tausende Dart-Fans verfolgen die Matches im Alexandra Palace in London.

B wie Bulls Eye: Der kleine rote Kreis in der Mitte der Scheibe. Trifft ein Spieler dieses Feld, bekommt er 50 Punkte. Umrahmt wird das Bulls Eye von Single Bull (grün, 25 Punkte).

C wie Chase the Sun: Der Song, der im Ally Pally rauf und runter gespielt und von den Fans leidenschaftlich mitgegrölt wird. Die italienische Band „Planet Funk“ veröffentlichte den Hit im Jahr 2000.

D wie Double out: Die Spieler können einen Satz oder ein Leg nur mit einem Treffer in ein Doppel-Feld beenden. 

E wie Exhibition: Ein Einlagematch, das neben der normalen Profitour absolviert wird. Vereine oder Kneipen können die Stars für eine Exhibition buchen.

F wie Finish: Eine Restpunktzahl, die mit einer Aufnahme (drei Pfeile) ausgemacht werden kann. Das höchste Finish im Darts-Sport ist 170 (Triple-20, Triple-20, Bulls Eye).

G wie Game on: Ausruf des Callers, um die Spieler für ein neues Leg an die Scheibe zu bitten.

H wie High Finish: Darunter versteht man ein Finish über 100 Punkten, das mit maximal drei Darts ausgemacht werden kann.

I wie International: Zwar wird der Sport von den Briten dominiert, doch mischen immer mehr andere Länder oben mit. Die Niederlande, Belgien, Österreich und Australien stellen Spieler in den Top 20.

J wie Jahreswechsel: Das größte Event der Darts-Szene steigt traditionell um den Jahreswechsel. An Neujahr wird so auch schon der Weltmeister des neuen Jahres gekürt.

K wie Kostümierung: Für die Fans im Alexandra Palace ist neben dem  Konsum von Unmengen Bier vor allem eines üblich: die Verkleidung. Ex-Fußballer Steffen Freund präsentierte sich 2014 als Teletubby.

Kostümierte Dart-Fans mit rosa T-Shirts und Tim-Wiese-Masken bei der WM im vergangenen Jahr.
Philip Dethlefs/dpa

Kostümierte Dart-Fans mit rosa T-Shirts und Tim-Wiese-Masken bei der WM im vergangenen Jahr.

 

L wie Leg: Die Bezeichnung für ein Spiel mit 501 Punkten. Wer die 501 zunächst auf null stellt, entscheidet das Leg für sich.

M wie Max Hopp: Der 21 Jahre alte Idsteiner ist der beste deutsche Spieler. Diesmal verpasste er die Qualifikation allerdings.

N wie No score: Wenn ein Spieler mehr Punkte wirft, als er noch benötigt, fällt er auf die Punktzahl vor seiner Aufnahme zurück.

O wie Onehundredandeighty (180): Die beste Aufnahme, die einem Spieler gelingen kann. Drei Treffer in das Triple-20-Feld.

180 - Fans feiern einen höchst erfolgreichen Durchgang.
Axel Heimken/dpa

180 - Fans feiern einen höchst erfolgreichen Durchgang.

 

P wie Perfektes Spiel: Um 501 Punkte auszumachen, werden mindestens neun Pfeile benötigt. Der Neun-Darter gilt als „das perfekte Spiel“. Es gibt 71 verschiedene Kombinationen, um von 501 auf 0 zu kommen. Dabei gilt: Achtmal Triple- und zum Auswerfen ein Doppel-Feld.

Q wie Quoten: Seit Jahren verbucht der TV-Sender Sport1 beste Einschaltquoten mit der Darts-WM um den Jahreswechsel.

R wie Robin Hood: Die Bezeichnung für einen Pfeil, der nicht in der Scheibe, sondern in einem anderen, schon in der Scheibe steckenden Pfeil landet.

S wie Set: Der Gewinn eines Satzes. Bei der WM müssen drei Legs gewonnen werden, um einen Set für sich zu entscheiden.

T wie „The Power“: Spitzname von Phil Taylor, erfolgreichster Darts-Spieler aller Zeiten. Der 57-jährige Engländer hat 16 WM-Titel gewonnen und tritt nach der diesjährigen Weltmeisterschaft ab.

Phil „The Power“ Taylor aus England - einer der Stars der Szene.
Lisa Ducret/dpa

Phil „The Power“ Taylor aus England - einer der Stars der Szene.

 

U wie Underground: Wichtigstes Transportmittel für Fans. Weil die Sessions oft bis Mitternacht gehen und die Arena weit außerhalb des Stadtzentrums liegt, müssen Anhänger nachts oft auf Taxis umsteigen.

V wie Van Gerwen: Michael van Gerwen ist derzeit der herausragende Spieler. Er dominiert seit Jahren die Szene und will in London seinen dritten WM-Titel.

W wie West Hall: Die Halle im Alexandra Palace, in der das Turnier stattfindet. Ein Umzug in die deutlich größere Great Hall (10.400 Plätze) fand anders als geplant nicht statt.

X wie X-beliebig: Darts gilt als Sport für Jedermann. Drei Pfeile und eine Scheibe – mehr braucht es nicht. In den vergangenen Jahren begannen immer mehr Hobbyspieler mit der Trend-Sportart.

Y wie Youngster: Obwohl einige Top-Spieler weit über 40 sind, haben auch Youngster eine Chance. Hopp feierte sein WM-Debüt mit 17 Jahren.

Z wie Zahlen: Neben dem Umgang mit Pfeilen müssen die Profis vor allem den Umgang mit Zahlen beherrschen. Das schnelle Rechnen ist Voraussetzung beim Auswerfen von 501 Punkten.

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