SSC gegen VC Wiesbaden : Super Start ins Play-off-Halbfinale

Großer Jubel in der Palmbergarena nach dem deutlichen Sieg.

Großer Jubel in der Palmbergarena nach dem deutlichen Sieg.

SSC entscheidet mit drei klaren Sätzen die Partie für sich

svz.de von
05. April 2017, 21:10 Uhr

Schwerin Von wegen Angstgegner! Mit 3:0 (15, 16, 20) haben die SSC-Volleyballerinnen gestern Abend vor 1756 Zuschauern in der heimischen Palmberg-Arena  den VC Wiesbaden abgefertigt. In 70 Minuten! Damit kam die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski nach den beiden 2:3-Punktspielniederlagen gegen die Hessinnen erstmals in dieser Saison selbst zu einem Erfolg über den VCW. Zugleich rückte der deutsche Rekordmeister dem Meisterschaftsfinale einen großen Schritt näher. Einen Sieg brauchen die Schwerinerinnen noch, um sich gegen Wiesbaden im Play-off-Halbfinale durchzusetzen. Zwei Möglichkeiten haben sie dafür: am Sonnabend in Wiesbaden und im Fall der Fälle am Ostersonnabend, dann wieder vor heimischer Kulisse.

Die erste Überraschung blühte den Gästen gestern schon vor dem Spiel. Anstelle der leicht angeschlagenen und vom stressigen März geschlauchten Stammzuspielerin Denise Hanke stand Lexi Dannemiller auf dem Feld. Und die US-Amerikanerin machte ihre Sache so gut, dass sie am Ende von Wiesbadens Trainer Dirk Groß zur besten Schwerinerin erkoren wurde.

„Es hat heute viel Spaß gemacht“, freute sich die 23 Jahre alte studierte Psychologin. „Aber ganz so leicht, wie es vom Ergebnis her aussieht, war es denn doch nicht. Wiesbaden hat stark gekämpft.“

Das sah auch SSC-Spielführerin Jennifer Geerties so. Die seit gestern ebenfalls 23-Jährige, der Trainer Koslowski „mit überragenden Angriffen und tollen Akzenten in Block und Annahme eine absolut geburtstagswürdige Leistung“ attestierte, gestand: „Wir waren anfangs ganz schön nervös. Denn gegen Wiesbaden ist es immer schwer, die geben keinen Ball verloren. Da muss man Geduld haben und auf ihre Fehler warten, die sie dann irgendwann machen. Das hat heute geklappt.“

In der Tat: Nachdem der SSC im ersten Satz die Gäste bis zum 8:7 im Nacken gespürt hatte, lief es dann quasi wie am Schnürchen. Beim 25:15 profitierten die Schwerinerinnen neben eigener Stärke auch von vier Angriffs- und fünf Blockfehlern des VCW.

Sie selbst patzten im ganzen Spiel  nur beim allerersten Angriff, der Louisa Lippmann ein wenig zu weit geriet. Ihren ersten von ganzen drei Blockfehlern leisteten sie sich im zweiten Satz. Und die beiden  SSC-Annahmefehler der Partie stammten gar erst aus dem dritten Durchgang, als die Konzentration phasenweise etwas zu wünschen übrig ließ.

Bis zum 21:21 konnte Wiesbaden da sogar noch auf einen Satzerfolg und vielleicht sogar eine erneute Überraschung hoffen. Doch das ließ der SSC diesmal nicht zu. Sicher spielte der Schweriner Sechser  nun bis zum Ende und Maren Brinker – gestern ohnehin oft die Frau für die wichtigen Bälle –  versenkte schließlich den zweiten Spielball zum 25:22 im Wiesbadener Feld.

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