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SSC-Volleyball : Zum Saisonstart Revanche geglückt

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Volleyballdamen des Schweriner SC besiegen in heimischer Palmberg-Arena Angstgegner Allianz MTV Stuttgart mit 3:1 (18, -16, 22, 18)

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erstellt am 15.Okt.2015 | 21:35 Uhr

Eigentlich ist Felix Koslowski ein Gemütsmensch. Ruhig, ausgeglichen – ein Mecklenburger eben. Dass der  Trainer das gestern für einen Moment  „vergaß“ und statt dessen einmal richtig laut wurde und dass Nationalspielerin  Anja Brandt eine Aufschlagserie vom Feinsten hinlegte,  waren wohl die beiden Knackpunkte, die für die  SSC-Volleyballerinnen einen feierlichen zu einem richtig schönen Abend werden ließen. Mit 3:1 (18, -16, 22, 18) besiegten sie in der heimischen Palmberg-Arena in 104 Spielminuten Allianz MTV Stuttgart. Zugleich nahm der Bundesliga-Dritte des Vorjahres damit am Vizemeister erfolgreich Revanche  für das Aus im Halbfinale der Meisterschafts-Playoffs, das die Schwaben-Truppe dem SSC Anfang April an gleicher Stelle beschert hatte.

Genau 188 Tage hatte der Schweriner Sechser seither kein Pflichtspiel mehr bestritten, ehe gestern Abend die neue Titeljagd eingeläutet wurde. Und weil dem SSC als deutschem Rekordmeister die Ehre zuteil wurde, Gastgeber der offiziellen Saisoneröffnung zu sein, war auch die Meisterschale in der Halle aufgefahren worden.

„Die kann doch gleich hierbleiben“, meinte einer der Fans pragmatisch. „Dazu müssen  wir erst einmal Stuttgart schlagen“, hielt ein anderer etwas skeptisch dagegen. 

Doch genauso kam es. Nach einem ungefährdeten 25:18-Erfolg des SSC im ersten Satz und einem noch ungefährdeteren 25:16 der Stuttgarter Gäste im zweiten, bei denen beide jeweils in „ihrem“ Satz von Anfang bis Ende führten, wurde der dritte Satz zum Zünglein an der Waage. Als seine Mädels sich aus einer 9:8-Führung in ein 10:14 drängen ließen, platzte Koslowski der Kragen. „Technische Fehler können passieren. Aber wenn ein Ball nach einem Block einfach so runterfällt, ohne dass sich jemand danach streckt, dann stimmen Einstellung und Aufmerksamkeit nicht. Das akzeptiere ich nicht“, begründete der Coach seine „sehr deutliche Ansprache“ in der folgenden Auszeit. Und die fruchtete. Jetzt wurde um jeden Ball gekämpft. Das Zusammenspiel  mit Zuspielerin Denise Hanke (Denise: „Anfangs war ich so aufgeregt, dass mir sogar die Knie zitterten“) wurde immer besser. Erst recht, als diese   auch noch selbst zwei wuchtige Angriffsschläge zum 17:17 und 18:17  versenkte.  Fortan bestimmte der SSC wieder die Szenerie und machte den Satz mit 25:22 dicht.

Als schließlich der vierte Durchgang zu einer Blaupause des leidigen zweiten zu werden drohte, schlug die Stunde von Anja Brandt. Mit einem Angriff holte sie zunächst den Punkt zum 10:10 und zog den Stuttgartern dann mit sieben gefährlichen Aufgaben am Stück den Nerv. Erst beim 11:17 waren die Gäste wieder mit einem eigenen Zähler an der Reihe. Sie  fanden aber nicht wieder zurück in die Erfolgsspur und ergaben sich ihrem Schicksal, das Jennifer Geerties mit dem Angriff  zum 25:18 endgültig besiegelte.

„Zu gewinnen gegen Stuttgart, die den besten Kader der Liga haben, das ist schon ein Hammer“, zeigte sich am Ende auch Trainer Koslowski mehr als nur versöhnt mit seiner Mannschaft.

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