SSC-Volleyball : Zu Hause nachlegen

Mit ihrer Gelben Wand und toller Stimmung in einer brechend Palmberg-Arena im Rücken strebt der SSC-Sechser heute den zweiten Sieg im Playoff-Finale gegen Stuttgart an.
Mit ihrer Gelben Wand und toller Stimmung in einer brechend Palmberg-Arena im Rücken strebt der SSC-Sechser heute den zweiten Sieg im Playoff-Finale gegen Stuttgart an.

SSC empfängt Stuttgart zum zweiten Playoff-Finalspiel

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25. April 2018, 12:00 Uhr

Der 3:2-Sieg der SSC-Volleyballerinnen im ersten Finalspiel um die deutsche Meisterschaft am vorigen Sonnabend in Stuttgart schlägt in den sozialen Medien hohe Wellen. Fast tritt dabei das heutige zweite Duell um 18.10 Uhr (live auf SPORT1) in der Schweriner Palmberg-Arena in den Hintergrund. Stuttgarter Fans sind sauer, fühlen sich durch zwei heiß diskutierte Referee-Entscheidungen in der Schlussphase um den Sieg betrogen. Beim Schweriner Anhang hingegen ist die Freude groß über den achten Erfolg ihres SSC über Allianz MTV Stuttgart in Folge. Und beide Seiten beharken sich im Netz in einer für Volleyball untypisch rüden Weise…

Das Team des deutschen Rekordmeisters und Titelverteidigers blendet dies Scharmützel bewusst aus. „Wir beschäftigen uns mit der Vorbereitung auf das zweite Finalspiel, damit haben wir vollauf zu tun“, so der einhellige Tenor. Denn zweierlei war am Sonnabend auch klar zu sehen: Die SSC-Mädels kämpften wie die Löwen, aber spielerisch können sie es noch deutlich besser.

„Wie schon in Stuttgart werden auch in der zweiten Partie Kleinigkeiten entscheiden“, sagt SSC-Trainer Felix Koslowski voller Überzeugung. „Für uns kommt es darauf an, schnell da und auch schnell konzentriert zu sein“, ergänzt der 34-Jährige in Anspielung auf die in Stuttgart doch etwas verschlafene Anfangsphase.

Besonders auf Annahme und Block wird heute Abend umgehend Schwerstarbeit zukommen, „denn natürlich wird Stuttgart nach der Heimniederlage mit superaggressivem Spiel seine Chance suchen“, so der Schweriner Trainer. Seinerseits will er die Gäste aber auch gleich wieder mit gefährlichen Aufgaben und Angriffen so massiv eindecken, wie das in den entscheidenden Phasen des Auftaktspiels gelang.

Nicht minder wichtig wird es sein, Antworten auf die beiden Überraschungen zu finden, die Stuttgart im Auftaktspiel parat hatte: die quasi aus dem Hut gezauberte Diagonalspielerin Nikoleta Perovic (mit 21 Punkten MTV-Topscorerin) und die gefährlichen, zuvor in der Saison kaum praktizierten Hinterfeldangriffe.

Personell kann der SSC wiederum aus dem Vollen schöpfen. Bei Stuttgart hingegen steht der Einsatz des schon im Auftaktduell fehlenden Duos, Außenangreiferin Nika Daalderop und Libera Teodora Pusic, zumindest arg infrage.

Nichtsdestotrotz erwartet der SSC-Coach ein ebenso emotional hochdramatisches Spiel wie in der Endphase vor vier Tagen: „Da treffen erneut zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Finalserie über fünf Spiele geht und jedes einzelne davon erst im Tiebreak entschieden wird.“

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