SSC Volleyball : Zu Hause ist es am schönsten

Die Schweriner Palmberg-Arena – in der proppenvollen heimischen Festung spielen die SSC-Volleyballerinnen am liebsten.
Die Schweriner Palmberg-Arena – in der proppenvollen heimischen Festung spielen die SSC-Volleyballerinnen am liebsten.

Schwerins Volleyballerinnen haben viele Hallen erlebt: mit Popcorn-Duft, mit einer Mauer am Spielfeldrand und vielen Männern in Schwarz…

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27. Januar 2016, 12:00 Uhr

Wenn für die Volleyballerinnen des Schweriner SC Auswärtsspiele anstehen gilt es, sich nicht nur auf den Gegner auf der anderen Seite des Netzes einzustellen, sondern auch ganz speziell auf jede fremde Halle mit deren ganz besonderen Gegebenheiten. Vor allem Licht und Höhe können knifflige Herausforderungen an Ballgefühl und Reaktionsvermögen stellen: „Manche Hallen sind ziemlich dunkel, da sieht man den Ball schlecht“, erklärt Libero Steffi Golla. „In anderen blenden stattdessen Strahler.“ Oder Sonnenlicht, das durch Fenster einfällt, ergänzt Mittelblockerin Anja Brandt. Verschiedene Deckenhöhen wollen ebenfalls gut einkalkuliert werden: „Wenn die Decke sehr niedrig ist, muss man aufpassen, dass der Ball nicht oben anstößt. Ist sie zu hoch, fällt es schwer einzuschätzen, wann der Ball wieder ankommt.“

Inzwischen kennen die SSC-Mädels alle deutschen Hallen gut genug, um zu wissen, was sie hier erwartet, meint Denise Hanke – süße Kuriositäten inklusive: „In Vilsbiburg riecht es immer nach Popcorn, das ist fast ein bisschen gemein“, lacht Schwerins Zuspielerin. „Ich freu mich, dass wir im Europapokal neue Hallen kennenlernen. Das ist zwar auch anstrengend, aber vor allem spannend.“

So wie Ende 2015 im Auswärtsspiel des CEV-Cups: Die Halle im bulgarischen Plowdiw überraschte mit Zuschauerrängen auf nur drei Seiten – die vierte war eine Mauer. „Das war schon merkwürdig. Dazu im Publikum fast nur Männer, alle schwarz angezogen, viel Getröte und laute Musik. Das sind etliche Eindrücke, die man wegstecken muss, zusätzlich zum Reisestress“, erzählt Libero Janine Völker. Aus dem Konzept haben sich die Profis nicht bringen lassen: Der SSC siegte trotz der Tücken 3:1.

Am besten spielt es sich aber immer noch in der eigenen Halle – und das nicht nur, weil man hier genau weiß, wie die Bälle fliegen. „Zu Hause fühle ich mich immer sehr wohl. Es ist was Tolles, wenn die ganze Halle hinter einem steht, da sind mehr Emotionen drin“, so Denise Hanke. Auch dank der Nähe der Fans, sagt Anja Brandt: „Es gibt Hallen, da sitzen die Zuschauer weit weg. Das ist toll bei uns in der Palmberg-Arena, dass sie nah am Geschehen sind und wir sie besser spüren können.“

Die nächste Gelegenheit, den Heimvorteil zu genießen, bietet schon morgen das Viertelfinal-Rückspiel im CEV-Cup: Um 19 Uhr empfängt der SSC Khimik Yuzhny und will dann – mit den Fans im Bunde – den 3:0-Erfolg aus dem Hinspiel vor einer Woche zum Einzug in die nächste Runde veredeln.

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