Volleyballbundesliga : Yvon Beliën ist schon gut in Fahrt

Lonneke Sloetjes (l.) und Yvon Beliën fahren von nun an mit holländischen Fahrrädern von Kather durch die Landeshauptstadt,
Lonneke Sloetjes (l.) und Yvon Beliën fahren von nun an mit holländischen Fahrrädern von Kather durch die Landeshauptstadt,

Niederländischer Neuzugang der Schweriner Volleyballerinnen wurde beim Pokal-Aus in Stuttgart als beste SSC-Akteurin geehrt

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04. Dezember 2014, 21:04 Uhr

Es wird ein schwacher Trost für SSC-Neuzugang Yvon Beliën (20) gewesen sein: Beim bitteren
1:3 (-21, 25, -20, -23) im Pokal-Viertelfinale in Stuttgart wurde sie zur „wertvollsten Spielerin“ der Schweriner Volleyballerinnen gekürt.

Zumindest zeigt dies: Die 1,88 Meter große Mittelblockerin ist bereits nach kürzester Zeit eine Top-Verstärkung, hat keinerlei Eingewöhnungsprobleme. „Ich fühle mich wohl“, sagt Yvon. „Die Mädels sind alle nett, auch das Training ist super. Ich brauche viel Techniktraining, das bekomme ich.“ Trainer Felix Koslowski lobt: „Wir kannten ihre Qualitäten. Aber sie ist viel weiter als wir gedacht haben.“

Auch abseits des Parketts ist Yvon gut in Fahrt: „Ich wusste ja, dass der Verein den Spielerinnen keine Autos stellt. Deshalb habe ich mir ein Fahrrad in den Vertrag schreiben lassen.“ Sponsor „Fahrrad Kather“ stellte die Zweiräder zur Verfügung, auch die Teamkolleginnen Diana Nenova und Lonneke Sloetjes, ebenfalls aus den Niederlanden, fahren so ab. Die Holländerinnen und die Fahrräder – es klingt nach einem Klischee. „Aber es ist wirklich so: Zu hause bin ich es nur so gewohnt“, erzählt Yvon. „Und hier in Schwerin liegt ja auch alles nah beieinander, da braucht man gar kein Auto. Aber, in Holland gibt es viel mehr Radwege. Eigentlich gibt es neben jeder Straße noch einen roten Fahrstreifen für die Radfahrer.“

Derzeit sind die SSC-Volleyballerinnen aber fast nur im Bus unterwegs. Nach der Zehn-Stunden-Rückfahrt aus Stuttgart steht bereits am Sonntag das nächste Auswärtsspiel in Münster auf dem Plan. Dann wollen die Schwerinerinnen besser in Fahrt sein als am Mittwoch. Immerhin haben sie in der Bundesliga bislang alle Partien gewonnen.

Für Yvon Beliën hat die Pokal-Niederlage in Stuttgart übrigens einen angenehmen Nebeneffekt: Nun kann sie die Weihnachtsfeiertage in ihrer Heimat bei den Eltern verbringen. Das fest eingeplante Pokal-Halbfinale am 27. Dezember findet ja leider ohne Schweriner Beteiligung statt…

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