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SSC

24. Oktober 2017 | 02:10 Uhr

Wundenlecken am Tag danach

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Volleyballerinnen des Schweriner SC hadern nach dem Viertelfinal-Aus in Aachen mit den Verletzungspech / Montag Saisonabschluss

von
erstellt am 10.Apr.2014 | 18:46 Uhr

So hatten sich die Volleyballerinnen des Schweriner SC die Dienstreise nach Aachen bestimmt nicht vorgestellt. Statt als umjubelter Sieger ins Meisterschafts-Halbfinale einzuziehen, unterlagen sie den Ladies in Black am Mittwochabend mit 0:3 (-21, -13, -22) und landeten in einem Tränental.

„Die gesamte Mannschaft ist todtraurig. Doch was sollen wir machen? Wir haben eine Saison mit so vielen Verletzten hinter uns, mussten die Mannschaft deshalb immer wieder komplett umbauen. Das ist auf Dauer nicht hinzubekommen“, sagte Trainer Felix Koslowski nach dem dritten und entscheidenden Spiel. Anja Brandt und Saskia Hippe sind verletzungsbedingt praktisch schon seit Saisonbeginn nur Zuschauerinnen. Danica Radenkovic fehlte zwischenzeitlich wochenlang, vor dem entscheidenden Spiel gegen Aachen fiel auch noch Tatyana Mudritskaya aus. Die Verletztenliste des deutschen Rekordmeisters wurde in der zurückliegenden Spielzeit immer länger.

„Sie haben so viele Genickschläge erlitten, am Ende war es einfach zu viel. Ich hätte gern geholfen, doch leider ging das nicht. Aber ich bin total stolz auf die Mädels, die bis zum Ende alles gegeben haben“, sagte Saskia Hippe. Die Nationalspielerin, für die die Saison wegen einer schweren Knieverletzung bereits am vierten Spieltag beendet war, hatte die entscheidende Partie gemeinsam mit 100 Fans im Schweriner Kino „Mega Movies“ verfolgt.

„Ich bin total enttäuscht und kann noch gar nicht realisieren, dass die Saison schon vorbei sein soll. Das war so nicht geplant“, sagte Janine Völker. Der 22 Jahre alte Libero hatte auf dem Feld in Aachen vergeblich versucht, nach dem K.o. im Pokal-Halbfinale das Aus im Titelkampf zu verhindern.

Angesichts der Verletzungsmisere beim zehnfachen gesamtdeutschen Meister und der gewachsenen Leistungsdichte im deutschen Frauen-Volleyball relativierte Michael Evers das Ausscheiden des Titelverteidigers im Kampf um die Meisterschale. „Wir hatten über den gesamten Saisonverlauf einfach zu viele Verletzte und sind am Ende nicht gegen irgendein Fallobst ausgeschieden“, sagte der Manager des Schweriner SC. „Es würde mich nicht wundern, wenn Aachen noch für weitere Überraschungen sorgt.“

Bevor es in die volleyballfreie Sommerzeit geht, lädt die Mannschaft alle Fans zum „Fantraining“ ein. Am Montag um 18 Uhr sind alle Interessierten herzlich in der Arena bzw. Volleyballhalle willkommen, um mit den Profis zu trainieren. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt und der SSC hofft, mit zahlreichen Fans die Saison ausklingen zu lassen.




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