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SSC Schwerin : „Wir wollen uns den Titel holen“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Deutscher Volleyballmeister SSC geht trotz Mini-Vorbereitung optimistisch ins Supercupspiel am Sonntag in Hannover gegen Stuttgart

von
erstellt am 06.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin müssen am Sonntag ab 13 Uhr beim Saisonstart hellwach sein. Mit dem Spiel um den deutschen Supercup in Hannover steht für sie gleich die erste von vier Titelchancen der Spielzeit auf der Agenda. Dabei hat das Team von Trainer Felix Koslowski mit Allianz MTV Stuttgart den Titelverteidiger dieses erst 2016 aus der Taufe gehobenen Wettbewerbs und DVV-Pokalsieger zum Gegner. Mehr geht nicht im deutschen Volleyball.

Doch gerade diese Konstellation lässt das Herz von SSC-Kapitän Jennifer Geerties höherschlagen. „Ich hatte befürchtet, nach der EM in ein tiefes Loch zu fallen“, gestand die Nationalspielerin auf der gestrigen Pressekonferenz im Schweriner Park-Café. „Aber so ist es nicht. Schon im Flieger nach Hause habe ich gesagt: ,Ich habe unglaublich Bock, am Sonntag zu zocken.‘“

Nicht anders ergeht es Kaisa Alanko. „Ich freue mich auf das Spiel. Ich habe ja noch nie um solch einen Titel gespielt“, sagte die finnische Auswahlakteurin, die vom USC Münster kam und mit Denise Hanke ein schlagkräftiges Duo im SSC-Zuspiel bilden soll.

„An Kaisa werden wir noch viel Freude haben“, prophezeite Felix Koslowski: „Sie hat uns in der Bundesliga häufiger das Leben schwer gemacht und einst mit Wiesbaden sogar mal in Schwerin gewonnen. Und da haben wir uns gesagt: Wenn sie in Schwerin gewinnt, dann doch besser mit Schwerin.“

Überhaupt ist der SSC- und Bundestrainer bester Laune. „Wir haben eine gute EM gespielt, schieden wie die Topnationen Russland und Italien erst im Viertelfinale aus. Wir haben eine tolle neue Generation. In drei, vier Jahren werden diese Spielerinnen wieder um Medaillen mitspielen.“

Mit seiner Schweriner Truppe ganze acht Tage nach der EM-Rückkehr wieder richtig in die Vollen gehen zu müssen, stört den 34-Jährigen nicht die Bohne. „Wir sind voller Vorfreude: Hej, es gibt etwas zu gewinnen. Wer sich darauf nicht freut, der geht falsch ran.“

Seiner zum Teil neuen Mannschaft, die sechs Neue aus sechs Nationen in ihren Reihen hat, traut er viel zu. Durch die größtenteils in Schwerin erfolgte EM-Vorbereitung des DVV konnte er einige Neuzugänge bereits persönlich in Augenschein nehmen. „Außerdem war ich durch meine Co-Trainer Manuel Hartmann und Paul Sens bestens informiert. Sie haben hier eine tolle Arbeit geleistet.“

Bei einem Kennenlernabend am Mittwoch habe sich zudem angedeutet, dass die Mädels als Team gut zusammenpassen. „Es war eine lustige Runde. Jetzt wissen wir zum Beispiel, dass es bei uns eine Spielerin gibt, die ihre Zunge wie ein vierblättriges Kleeblatt formen kann“, verriet der Coach, ohne jedoch den Namen der „Künstlerin“ preiszugeben.

Sportlich werde das Team nach den nur vier zur Verfügung stehenden Trainingseinheiten beim Supercup auf der Höhe sein. „Unter uns vier Nationalspielerinnen ist die Abstimmung ohnehin gut. Wir müssen noch zwei, drei andere reinnehmen. Und da bin ich optimistisch“, sagte Jennifer Geerties. Sie glaubt nicht, dass die allzu kurze Pause nach der EM negativ zu Buche schlagen wird: „Dieses Spiel wird im Kopf entschieden. Und da ist die Message klar: Es gibt einen Titel zu gewinnen – und den wollen wir uns holen.“

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