SSC tritt in Wiesbaden an : „Wir wollen alles klarmachen“

Kompromissloser Einsatz – wie hier von Libero Lenka Dürr in der vergangenen Woche, zahlte sich gestern aus: Sie war beste Spielerin.
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Kompromissloser Einsatz – wie hier von Libero Lenka Dürr in der vergangenen Woche, zahlte sich gestern aus: Sie war beste Spielerin.

Play-off-Halbfinale: SSC erwartet nach 3:0-Heimsieg heute ein „sauschweres“ zweites Spiel im „Hexenkessel von Wiesbaden“

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08. April 2017, 12:30 Uhr

Nur noch einen Schritt sind die SSC-Volleyballerinnen vom Play-off-Finale um die deutsche Meisterschaft entfernt. Den wollen sie heute vollziehen und die erste Finalteilnahme seit dem letzten Titelgewinn vor nunmehr vier Jahren unter Dach und Fach bringen.

Doch niemand im Schweriner Lager glaubt, dass der zweite notwendige Sieg gegen den VC Wiesbaden im „Best of three“-Halbfinale heute (19 Uhr) in der hessischen Landeshauptstadt ähnlich leicht zu erringen sein wird wie das 3:0 vor drei Tagen gegen den gleichen Gegner in der heimischen Palmberg-Arena.

„Das wird sauschwer“, sagt Felix Koslowski sogar. Ob den SSC-Trainer dabei wohl die Erinnerung ans Vorjahr umtreibt? Damals hatte seine Mannschaft Allianz MTV Stuttgart ebenfalls im Halbfinale zunächst daheim mit 3:0 an die Wand gespielt, nach zwei 0:3-Niederlagen in den beiden weiteren Spielen aber schließlich doch noch die Segel streichen müssen.

Aber wenn das dem SSC-Coach noch im Kopf herumspuken sollte, dann allenfalls ganz weit hinten. In seinem Fokus steht ganz klar das heutige Spiel. „Die Halle in Wiesbaden – ohnehin immer ein Hexenkessel – wird aus allen Nähten platzen. Und das Gastgeberteam hat nichts zu verlieren. Es wird sich zerreißen, wird versuchen, Druck zu machen ohne Ende und dabei volles Risiko gehen“, ist sich der 33-Jährige sicher und verlangt von seinen Mädels, „sich nicht verunsichern zu lassen, sondern ruhig zu bleiben und unser Spiel aufzuziehen. Wir wollen alles klarmachen.“

Nach dem gestrigen Vormittagstraining machte sich der SSC-Tross auf die 620 Kilometer lange Bustour. Zeit genug für das Trainerteam, eingehend darüber zu grübeln, wer es heute richten soll. Die Auswahl ist groß. Bis auf Langzeitausfall Anja Brandt und Youngster Sabrina Krause, die nach einer Erkältung noch Trainingsrückstand aufweist, sind alle SSC-Spielerinnen fit – und heiß auf einen Einsatz.

Dresden will zu Hause Auswärtssieg veredeln


Auch im anderen Halbfinale kann es schon heute eine Entscheidung geben. Nachdem sich Titelverteidiger Dresdner SC vor einer Woche bei Allianz MTV Stuttgart mit 3:2 durchsetzte, hält das Team von Trainer Alexander Waibl für die Heimpartie in der Margon Arena (17.30 Uhr) alle Trümpfe in der Hand. Das Punkteduell an gleicher Stelle hatte der DSC übrigens glatt mit 3:0 gewonnen.

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