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Schlappe für SSC-Damen : Vom Meister bezwungen

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Volleyball-Rekordmeister Schweriner SC hat gegen den Dresdner SC eine klare Niederlage kassiert. Die Schwerinerinnen mussten sich am Abend vor 2100 Zuschauern in der ausverkauften Arena Schwerin mit 0:3 geschlagen geben.

svz.de von
erstellt am 30.Dez.2014 | 22:24 Uhr

Eigentlich ist gestern Abend im Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga der Frauen etwas ganz Normales passiert: Der amtierende deutsche Meister und souveräne Spitzenreiter hat sich gegen den Tabellenzweiten durchgesetzt. 3:0 (25, 20, 25) gewann der Dresdner SC nach insgesamt 81 Minuten beim Schweriner SC und bleibt damit in der laufenden Meisterschaft weiter ungeschlagen.

Doch so einfach wollten es sich die Gastgeber nach ihrer dritten Niederlage im elften Spiel der laufenden Meisterschaft  und dem Sturz auf Tabellenplatz vier hinter die gestern siegreichen VC Wiesbaden und Allianz MTV Stuttgart denn doch nicht machen. „Ich würde nicht von einem verdienten Dresdner Sieg sprechen“, verwahrte sich SSC-Kapitän Lousi Souza Ziegler, wie  auf der Gegenseite Lisa Izquierdo – ebenfalls Außenangreiferin – als beste Spielerin  geehrt. „Wir waren  auf Augenhöhe, hätten den ersten und auch den dritten Satz gewinnen müssen…“

Stimmt, das hätte der SSC – hat er aber nicht. „Wir haben zu viele Fehler in den entscheidenden Phasen gemacht“, ärgerte sich SSC-Trainer Felix Koslowski und konnte sich deshalb auch nicht wirklich über „das  über weite Strecken gute Spiel“ sowie das leichte Plus von zehn punktbringenden Blöcken seiner Mannschaft gegenüber neun des DSC  freuen. „Wenn es  20:20 steht, gewinnt der den Satz, der mutig spielt. Da kriegst du nur zwei, drei Chancen. Die haben wir leider ausgelassen“, so der Trainer.

Dabei hatte es zunächst gut ausgesehen für den SSC. Mit 9:6, 11:8 und auch 14:11 kontinuierlich in Führung liegend,  schien man den ersten Satz im Griff und auch beim 20:18 noch alle Trümpfe in der Hand zu haben. Zumal die Gäste ihnen in diesem Satz mit insgesamt neun (!) Aufschlagfehlern auch noch kräftig in die Karten spielten. Doch dann kam die angesprochene entscheidende Phase – und plötzlich gelang nicht mehr viel: Fehler in Annahme und Abstimmung sowie kaum noch Durchschlagskraft im Angriff.

Schnell wurde aus dem 20:18 ein 20:22. Die beiden Auszeiten, die der SSC-Coach in dieser Phase kurz nacheinander nahm, brachten den SSC zwar noch heran (23:23, 24:24, 25:25), aber nicht mehr nach vorn. Und dass der Satzgewinn nach einem Netzroller bei einer Aufgabe erfolgte, war obendrein noch Pech.

Ebenfalls  per Netzroller-Aufschlag endete auch Satz zwei, doch hatte der von Anfang an in Dresdner Hand gelegen. 1:5, 3:8, 9:15 hießen die Stationen, ehe der SSC beim 18:19 kurz Morgenluft witterte, um dann aber doch wieder weg zu sein vom Fenster.

In Satz drei wogte das Geschehen lange hin und her, ehe Koslowski in seiner Auszeit beim Stande von 17:19 die richtigen Worte gefunden zu haben schien. Vier Punkte machte sein Team am Stück, führte nach 21:19 sogar noch 24:22. Aber nichts da! Den entscheidenden Punkt machte dann doch Dresdens Mittelblockerin Jaroslava Penkova.

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