CEV-Cup in Schwerin : Verloren – aber nicht enttäuscht

Halbfinal-Hinspiel im CEV-Cup: SSC schlägt sich trotz des klaren 0:3 (-18, -19, -20) gegen Topfavorit Eczacibasi Istanbul tapfer

svz.de von
13. März 2018, 22:00 Uhr

Ein 0:3 (-18, -19, -20) der eigenen Mannschaft im Halbfinal-Hinspiel des CEV-Cups, dennoch keinerlei Unmut  – warum auch?  Die 1853 Fans in der Schweriner Palmberg-Arena erlebten heute bei der Partie ihres SSC-Sechsers gegen Eczacibasi Istanbul – abgesehen vom erträumten Heimsieg – alles, was einen Top-Volleyballabend ausmacht: Einen aufopferungsvoll kämpfenden deutschen Meister und eine Gästemannschaft, die nachhaltig unter Beweis stellte, dass sie keineswegs zu Unrecht als die derzeit beste Club-Mannschaft der Welt gilt.

Allein der Auftritt der Europameisterin und aktuell weltbesten Diagonalspielerin Tijana Boskovic (23 Punkte) war schon das Eintrittsgeld wert. Mit ihren variablen Angriffen aus der zweiten und dritten Etage ragte die erst 21 Jahre alte Serbin aus einem homogenen Ensemble noch  heraus.

Der SSC, der in Louisa Lippmann seine Topscorerin hatte (13 Punkte), wehrte sich nach Kräften und durfte sich bis zum 8:7 (1. Satz) und 14:13 (2. Satz) zwischenzeitlich sogar eigener Führungen erfreuen. Im zweiten Satz hatten sich die Gastgeberinnen – letztmalig beim 14:11 – sogar um drei Zähler davongeschlichen.

„Wir hatten viele gute Ansätze. Aber wir schaffen es gegen solch einen herausragenden Gegner natürlich nicht, durchgängig unsere Topleistung abzurufen“, resümierte SSC-Trainer Felix Koslowski. „Erst recht, da Eczacibasi so ab Punkt 16 immer noch einen Gang hochschalten kann.“

Doch wenngleich Istanbul in der Tat jeweils zur Mitte der Sätze die Weichen Richtung Sieg stellte, ein Spaziergang war das gestrige Spiel auch für den 28-fachen türkischen Meister, der in dieser Saison erst ein einziges Spiel verlor, nicht. Trainer Marco Aurelio Motta beließ nicht nur bis zum Schluss seinen ersten Sechser auf dem Feld, wwas an sich schon ein Kompliment für den SSC ist. Er sah sich bei eigener 23:20-Führung im dritten Satz angesichts von drei SSC-Punkten in Folge noch zu einer Auszeit genötigt – seiner zweiten in diesem Satz. Und das passierte ihm in dieser Saison bislang eher selten.

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