SSC Palmberg Schwerin : Topspiel um die goldene Ananas

Kapitän Jennifer Geerties hat ihren SSC in Stuttgart zu einem 3:2-Erfolg geführt, der – obwohl für die Tabelle ein Muster ohne Wert – dem deutschen Meister moralischen Rückenwind für die Aufgaben im Europacup und in den Bundesliga-Playoffs bringen sollte.
1 von 2
Kapitän Jennifer Geerties hat ihren SSC in Stuttgart zu einem 3:2-Erfolg geführt, der – obwohl für die Tabelle ein Muster ohne Wert – dem deutschen Meister moralischen Rückenwind für die Aufgaben im Europacup und in den Bundesliga-Playoffs bringen sollte.

SSC beendet Bundesliga-Punkterunde mit einem 3:2-Erfolg in Stuttgart und bezwingt den Erzrivalen zum dritten Mal in dieser Saison.

von
11. März 2018, 19:30 Uhr

Eigentlich ging es am 20. Spieltag der Volleyball-Bundesliga der Frauen sowohl für Gastgeber Allianz MTV Stuttgart als auch für den SSC um nichts mehr. Stuttgart stand als Sieger der Punkterunde fest, der SSC ebenso als Dritter. Und dennoch war am Samstagabend vor 2251 Fans in Scharrena unverkennbar: Dieses Spiel wollte keiner der beiden Erzrivalen verlieren. Abgesehen von MTV-Topscorerin Molly McCage (Zahn-OP) starteten beide Teams in Bestbesetzung.

Es entwickelte sich ein hochklassiger Fünfsatz-Krimi, der richtig Appetit auf die anstehenden Playoffs machte. Nach 130 spannenden Spielminuten hatte der deutsche Meister aus Schwerin mit 3:2 (-23, 21, -19, 20, 12) das bessere Ende für sich und Stuttgart im dritten Duell der Saison zum dritten Mal besiegt.

Sei es, dass es in der Scharrena zur einen Seite hin bergauf geht, dass die (eigentlich ausgesperrte) Sonne blendet oder starker Gegenwind herrscht – irgendwie schien es am Sonnabend an der Spielfeldseite zu liegen, ob eine Mannschaft etwas reißen konnte oder nicht.

Hatte im ersten und im dritten Satz das gastgebende Schwaben-Team deutlich mehr vom Spiel und entschied diese Sätze, ohne dabei groß in Bedrängnis gekommen zu sein, mit 25:23 und 25:19 für sich, so war es in den geraden Sätzen genau andersherum.

Jetzt trieb der Meister aus Schwerin dank besserer Annahme und mehr Gefahr durch die Aufschläge auf dem Feld sein Unwesen. In den Durchgang zwei startete der SSC furios mit 7:3 und zwang MTV-Trainer Giannis Athanasopoulos beim 12:8 zur Auszeit. Auch wenn diese Stuttgart tatsächlich wieder heranbrachte (16:16), ließ sich der SSC auf der „Schokoladenseite“ des Feldes die Suppe nicht mehr versalzen. Gleich den ersten Satzball nutzte Jennifer Geerties mit einem Aufschlag, den Renata Sandor nicht parieren konnte, zum 25:21.

Noch klarer dominierte der SSC den vierten Satz. Längst hatte Louisa Lippmann, die im ersten Satz erst zum 7:12 erstmals hatte punkten können, wieder einmal das Zepter im Angriff übernommen (am Ende mit 25 Punkten erneut Topscorerin). Und die Abwehr, in der nicht zuletzt Luna Carocci vor den Augen einiger eigens aus Italien angereister Fans zur Höchstform auflief, kratzte selbst unmöglichste Bälle heraus. Weil sich der SSC zudem nun auch deutlich weniger Fehler leistete als der Gegner, ging es mit einem 25:20 in den Tiebreak.

Auch dort begann der SSC wie die Feuerwehr. Mit drei Angriffspunkten durch Louisa Lippmann und drei Blockpunkten – zwei davon durch Jenny Geerties – lag der Meister schnell 7:2 vorn. Zwar wurde es beim 11:10 noch einmal mächtig eng, doch schließlich machte Louisa Lippmann mit einem Lupfer zum 15:12 beim vierten Spielball endgültig den Deckel drauf.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen