Volleyball Bundesliga Damen : Szakmáry bleibt beim SSC

Gréta Szakmáry mit einer ihrer fünf Medaillen als „wertvollste Spielerin“ des Spiels
Gréta Szakmáry mit einer ihrer fünf Medaillen als „wertvollste Spielerin“ des Spiels

Ungarische Auswahl-Außenangreiferin verlängert um ein Jahr beim deutschen Volleyball-Meister

von
09. April 2018, 20:30 Uhr

In der Volleyball-Bundesliga der Frauen haben sich der SSC Palmberg Schwerin und Allianz MTV Stuttgart gerade erst ins Playoff-Finale um den Meistertitel 2018 gespielt, da ist beim Titelverteidiger bereits die erste Personalentscheidung für die nächste Spielzeit  gefallen: Außenangreiferin Gréta Szakmáry (26) wird auch 2018/19 für den SSC punkten. „Für uns hat Gréta sich als wichtige Spielerin erwiesen“, sagt SSC-Geschäftsführer Andreas Burkard.

Schon bei  ihrem  SSC-Einstand im Oktober 2017 überzeugte  die ungarische Nationalspielerin: Beim Supercup gegen Stuttgart überraschte sie sogar Trainer Felix Koslowski. Kurz darauf wurde sie im ersten Heimspiel der Ligasaison zur wertvollsten Spielerin gewählt.  Inzwischen wurde ihr diese Ehre sogar schon fünf Mal zuteil, zuletzt  im ersten  Playoff-Halbfinalspiel vor einer Woche in Dresden.

„Ich möchte in der deutschen Liga noch mehr Erfahrungen sammeln, weil sie zu den Top 5 in Europa gehört. Beim SSC ist alles auf einem hohen Level“, freut sich die Nationalspielerin auf ein weiteres Jahr in Schwerin.

Wer in der neuen Saison neben Gréta für den SSC aufschlägt, ist indessen noch nicht so klar. Während in Fankreisen allgemein davon ausgegangen wird, dass langjährige Stammspielerinnen wie Jennifer Geerties, Denise Hanke, Lauren Barfield oder Marie Schölzel bleiben werden, gibt es auch Fragezeichen. Darunter ein ganz großes – Stichwort: Louisa Lippmann.

„Bleibt Louisa oder geht sie?“ So beginnt dieser Tage nach dem „Hallo“ fast jedes Gespräch unter SSC-Fans.  Bisher aber  lässt sich darüber nur spekulieren.  Deutschlands Volleyballerin des Jahres 2017 lässt ihrem ersten Superjahr beim SSC ein zweites folgen, in dem sie sich noch stärker, noch gereifter präsentiert. Und natürlich weckt die 23-jährige Nationalspielerin damit Begehrlichkeiten, zumal sie in den EC-Spielen im italienischen Casalmaggiore  und Istanbul quasi direkt an den internationalen Fleischtöpfen vorgespielt hat. Dort sind die beiden Top-Ligen Europas zu Hause. Dort werden Gehälter gezahlt, die zum Teil um ein Vielfaches über jenen liegen, die der deutsche Rekordmeister zahlen kann. Jahr für Jahr verliert der SSC sportlich und auch finanziell bedingt Topspielerinnen.

Also bei aller Hoffnung, Louisa weiter in den eigenen Reihen zu wissen: Wer wollte ihr einen Wechsel verargen? Zumal der deutsche Meister in dem Fall noch in Form einer Ablöse davon profitieren würde, dass Louisas Vertrag bis 2019 läuft.

Überhaupt gilt nach jeder Saison das ungeschriebene Gesetz: die halbe Mannschaft bleibt, die andere Hälfte geht. Selbst nach dem Meistertitel 2017 verließen mit Lenka Dürr, Maren Brinker-Fromm, Lousi Souza-Ziegler, Lexi Dannemiller, Ariel Gebhardt und Hannah Tapp ein halbes Dutzend Spielerinnen den Verein.

Längst hat SSC-Scout Olaf Garbe seine Fühler in alle Welt ausgestreckt. „Eigentlich schauen  wir  sogar permanent, wer  zu uns passen und sich als künftige Verstärkung anbieten könnte“, sagt der 54-Jährige und ergänzt völlig unaufgeregt: „Wir werden auch in der neuen Saison eine starke Mannschaft zusammenhaben.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen