Volleyball : SSC: „Wir hissen nicht die weiße Fahne“

Training in Istanbul: Felix Koslowski (3. v. l.) weist seine Spielerinnen in die Aufgaben ein.
Training in Istanbul: Felix Koslowski (3. v. l.) weist seine Spielerinnen in die Aufgaben ein.

EC-Rückspiel bei Eczacibasi Istanbul für die Volleyballerinnen des SSC Palmberg eine Dienstreise mit Hindernissen

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20. März 2018, 08:00 Uhr

Als Dienstreise mit Hindernissen gestaltete sich bislang der Trip der SSC-Volleyballerinnen zu ihrem heutigen Halbfinalrückspiel im CEV-Cup bei Eczacibasi Istanbul (17 Uhr MEZ). Schon kurz vor der Abfahrt, gestern um 3.30 Uhr, bekam Denise Hanke auf dem Parkplatz Besuch von der Polizei. Nicht etwa wegen eines Verkehrsvergehens, auf einen Platten am rechten Hinterrad von Denises Auto wiesen die Ordnungshüter hin. Nun hofft die Zuspielerin, dass die Jungs in der SSC-Geschäftsstelle als fleißige Heinzelmännchen die Sache bis zur Rückkehr morgen beheben können…

Für den Aufreger des Tages sorgte aber Martenne Bettendorf. Nach der ersten der drei Flugstunden wurde die US-Amerikanerin kreidebleich und sackte in ihrem Sitz zusammen. Zum Glück dauerte ihre Ohnmacht nur ein paar Sekunden. Noch in der Luft konnte sie Entwarnung geben. Und vor der Passkontrolle auf dem Istanbuler Atatürk-Flughafen, während einer nervigen Dreiviertelstunde in einer rund 300 Meter langen Warteschlange – die Älteren unter uns erinnern sich –, war Martenne schon wieder bester Dinge. Wahrscheinlich hatte sie einfach nur zu wenig getrunken, seit es mitten in der Nacht losgegangen war.

Viel Ruhe hatten die SSC-Mädels auch nach der Ankunft im „Volley Hotel“, gelegen im asiatischen Teil Istanbuls, nicht. Nach eineinhalbstündiger Mittagspause bat Felix Koslowski zum Training in der heutigen Spielhalle, die zusammen mit dem Hotel einen modernen und komfortablen Komplex bildet. Und dabei ging es recht intensiv zur Sache. „Ja, natürlich“, sagte der Coach und stellte klar: „Auch wenn wir das Hinspiel 0:3 verloren haben und unsere Chancen auf einen Einzug ins Finale nur noch theoretischer Natur sind, sind wir ja nicht hergereist, um die weiße Fahne zu hissen. Das Spiel ist für uns noch einmal eine große Herausforderung.“

Zugleich sei das heutige Spiel das perfekte Training auch im Hinblick auf die weiteren Aufgaben in den Bundesliga-Playoffs. Dort wartet bereits am Sonntag die zweite und nach dem 3:0-Auftaktsieg vielleicht schon entscheidende Viertelfinalpartie beim USC Münster wartet. „Wir haben zu Hause im Hinspiel gegen Eczacibasi einige Sachen echt gut gemacht. Die wollen wir weiter ausbauen und zudem ein paar andere Sachen, die uns nicht so gelungen waren, umstellen. Auf jeden Fall wollen wir uns mit einer guten Leistung aus dem EC verabschieden. Und mal sehen: Vielleicht gelingt uns ja bei der besten Clubmannschaft der Welt sogar ein Satzgewinn.“

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