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Volleyball : SSC verpatzt Revanche

vom

2:0-Führung verspielt: Schweriner Volleyball-Damen kassieren 2:3-Pleite in Wiesbaden

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2017 | 22:32 Uhr

Die Revanche hat nicht geklappt. Mit 2:3 (19, 13, -19, -25, -12) unterlagen die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin am Mittwochabend beim VC Wiesbaden. Schon in der Bundesliga-Hinrunde im letzten Spiel des alten Jahres hatte der SSC vor heimischer Kulisse eine 2:3-Niederlage gegen das Team aus der hessischen Landeshauptstadt kassiert.

Im Fußball würde man sagen, die Partie  sei ein Spiel zweier völlig verschiedener Halbzeiten gewesen. Das geht im Volleyball bei vier Sätzen plus Tiebreak zwar rechnerisch nicht auf, das Bild jedoch stimmt.

Zwei Sätze lang hatte der SSC den Gastgeber, der immerhin gerade erst am Sonntag an gleicher Stelle auch Pokalsieger Stuttgart mit 3:2 bezwungen hatte, quasi nach Belieben beherrscht.

Beim 3:3 im Auftaktdurchgang war der VCW letztmalig für eine geraume Weile auf Augenhöhe. Der SSC stand sicher in der Annahme, hatte Vorteile im Block und im Angriff und obendrein profitierte er von vielen Wiesbadener Fehlern. Ungefährdet setzte Louisa Lippmann, am Mittwoch einmal mehr Topscorerin (27 Punkte) und beste Schwerinerin, den zweiten Satzball zum 25:19 ins gegnerische Feld.

Und in Satz zwei spielten eigentlich nur noch die Gäste. Nachdem Lauren Barfield gleich zu Anfang mit drei Blöcken in Folge und einem Angriff punktete, stand es schnell 7:0 für den SSC. Wiesbaden bekam nie wirklich ein Bein auf den Boden, bis wiederum Louisa Lippmann, diesmal aus dem Hinterfeld, den Schlusspunkt zum 25:13 setzte.

Ein kurzer Abend schien programmiert. Aber denkste! Unerklärlicherweise gab der SSC das Spiel nun aus der Hand, ging nur noch zwei Mal selbst in Führung  – und da hatten wir schon den  Tiebreak.

Zwischendurch ähnelte einiges dem zweieinhalb Wochen zuvor ebenfalls mit 2:3 verlorenen Pokalfinale gegen Stuttgart. Wie damals hatte der SSC starke Zwischenphasen, kam im dritten Satz vom  11:21 auf 18:23  und im vierten Satz  vom 20:24 auf 24:24  heran.

Doch wie im Pokalfinale fehlte jeweils der letzte Kick, die Sätze  tatsächlich noch umzubiegen, obwohl SSC-Trainer Felix Koslowski alles versuchte und letztlich alle Reserven, die er auf der Bank hatte, auch  in die „Schlacht“ warf.  Beide Sätze gingen verloren.

Im Tiebreak ließen die Schwerinerinnen den VCW wenigstens nicht wie in den beiden vorherigen Sätzen gleich wieder enteilen, hatten zum 5:4 und auch zum 6:5 wie schon erwähnt sogar selbst wieder die Nase vorn. Aber Wiesbaden hatte sich inzwischen  derartig in einen Rausch gespielt, dass  sie sich davon nicht  wirklich beeindrucken ließen. Am Ende half dem SSC auch der Kunstgriff nicht, Maren Brinker  beim Stand von 11:13 für Lexi Dannemiller zu bringen, somit ohne Zuspielerin, aber mit verstärktem Angriff zu agieren.

Der SSC verlor auch den Tiebreak mit 12:15 und geht nun zwar immer noch als Tabellenführer, aber mit einer Niederlage statt des erhofften Sieges im Gepäck in das schwere Heimspiel am Sonnabend (19 Uhr) gegen den Pokalsieger und ärgsten Bundesliga-Rivalen Allianz MTV Stuttgart.

 

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