SSC Volleyball Schwerin : SSC verpasst „Wunder von Bursa“

Schweriner Volleyballerinnen gewinnen Halbfinalrückspiel im Challenge Cup in der Türkei mit 3:2 und scheiden dennoch aus

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02. April 2017, 20:30 Uhr

Das Wunder von Bursa ist leider ausgeblieben: Nach dem 1:3 aus dem Hinspiel vor heimischer Kulisse am Mittwoch gewannen die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin zwar heute Nachmittag das Halbfinalrückspiel des europäischen Challenge Cups bei Bursa BBSK. 3:2 (-23, -17, 18, 16, 14) hieß es nach 113 Spielminuten vor 3000 Zuschauern in der Cengiz-Göllü-Volleyball-Halle von Bursa. Aber bereits nach dem 2:0-Satzvorsprung für die Türkinnen war klar, dass BBSK das Finale gegen den griechischen Vertreter Olympiakos Piräus (0:3 bei Jenissei Krasnojarsk/Hinspiel 3:1/Golden Set 15:13) erreicht hat.

Damit ist die diesjährige Reise der SSC-Volleyballerinnen durch Europa beendet  - wie in den beiden Jahren zuvor im Halbfinale (2015 und 2017 im Challenge Cup, 2016 im CEV-Cup), zum dritten Mal in Folge in der Türkei und darunter zum zweiten Mal nach 2015 durch  Bursa BBSK, die Nummer 5 der stärksten Liga der Welt.

Die Schwerinerinnen brauchten heute ein Weilchen, um im Spiel anzukommen. Ihre ersten drei Punkte kamen alle durch Aufgabefehler der Gastgeberinnen zustande. Erst mit dem 4:7 gelang Louisa Lippmann der erste „echte“ SSC-Zähler. Weil vor allem die Nationalspielerin (6 Punkte) und Hannah Tapp (7) super angriffen, glich der SSC beim 21:21 sogar aus. Doch dann regelte „Joycinha“, schon im Hinspiel Bursas Trumpfass, den Rest fast allein. Drei Angriffe  verwertete sie und beim Satzball profitierten die Gastgeber von einer Netzaufgabe Denise Hankes.

Im zweiten Durchgang witterte der SSC dann zunächst Morgenluft, blockte gut, griff couragiert an und setzte sich schnell auf 7:3 ab. Doch dann drehten die Türkinnen wieder auf, gingen selbst  wieder 10:7 in Front. „Aus der Rotation  mit Joycinha für Bursa am Aufschlag sind wir leider nicht rausgekommen“, bedauerte  SSC-Spielerin Maren Brinker die vertane Chance.   Durch  einen Angriff von Hannah Tapp und einen Block  kam der SSC zwar noch einmal auf 9:10 heran, aber dann zog Bursa davon und gewann den Satz mit 25:17. Und mit diesen zwei gewonnenen Durchgängen stand auch der Finaleinzug der Türkinnen fest.

Der Rest war nur noch für die Statistik.   Beide Trainer gaben Spielerinnen der zweiten Reihe Einsatzchancen. Diese nutzten die Schwerinerinnen besser,  holten sich die beiden folgenden  Durchgänge mit 25:18 und 25:16 ebenfalls deutlich und gewannen schließlich auch den Tiebreak 16:14.

Nicht zuletzt deshalb hielt sich die Enttäuschung auf seiten des deutschen Rekordmeisters  in Grenzen. „Wir haben immerhin gegen die Nummer fünf der stärksten Liga der Welt gespielt.  Gegen die auszuscheiden, ist keine Schande. Insbesondere wenn man sich so verkauft, wie unsere Mannschaft das getan hat“, sagte Trainer Felix Koslowski.

Zugleich blickt der 33-Jährige  schon wieder  voraus auf die nächste Aufgabe, das Play-off-Halbfinale der Bundesliga: „Diese zwei EC-Partien gegen solch eine starke Mannschaft sind die beste Vorbereitung, die wir für unsere anstehenden Duelle mit dem VC Wiesbaden haben konnten.“ Dass sie die bestens genutzt haben, wollen die SSC-Damen schon am Mittwoch um 19 Uhr in der heimischen Palmberg-Arena im ersten Halbfinalspiel der Play-offs unter Beweis stellen.

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