Volleyball CEV-Cup : SSC verabschiedet sich erhobenen Hauptes

Letztmalig in dieser Saison nahmen die SSC-Volleyballerinnen gestern in Istanbul Aufstellung für ein Europacupspiel.
Letztmalig in dieser Saison nahmen die SSC-Volleyballerinnen gestern in Istanbul Aufstellung für ein Europacupspiel.

Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin verlieren Halbfinalrückspiel im CEV-Cup bei Eczasibasi Istanbul mit 0:3 (-18, -19, -20).

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20. März 2018, 20:30 Uhr

„Dann schenke ich dir meine Vespa und ich fahre sie dir sogar persönlich nach Schwerin“, hatte Ex-Bundestrainer Giovanni Guidetti noch gestern Mittag in Istanbul seinem Freund Felix Koslowski in die Hand versprochen für den Fall, dass dessen SSC-Volleyballerinnen am Abend im Rückspiel bei Eczacibasi Istanbul doch noch den Einzug ins Finale des CEV-Pokals schaffen würden. Angesichts der 0:3-Niederlage des SSC vom Halbfinal-Hinspiel eine Woche zuvor in der heimischen Palmberg-Arena brauchte der italienische Coach von Eczacibasis Lokalrivalen Vakifbank natürlich nicht wirklich eine Zuckeltour quer durch Europa zu befürchten. Den Hut ziehen vor der gestrigen Leistung des deutschen Meisters bei der derzeit besten Clubmannschaft der Welt aber darf er allemal. Mit 0:3 (-18, -19, -20) und damit haargenau wie im Hinspiel unterlag der SSC dem haushohen Favoriten und verschaffte sich wie erhofft einen würdigen Abschied aus der EC-Saison 2017/2018.

Nachdem der SSC im ersten Satz nur bis zum 8:9 den Anschluss hatte halten können, lag danach fast noch ein Satzgewinn in der Luft. Im zweiten Satz hatten die Schwerinerinnen bereits mit 16:21 zurückgelegen, ehe sie sich durch gleich zwei Eczacibasi-Fehler sowie einen harten Hinterfeldangriff von Louisa Lippmann auf 19:21 herankämpften. Doch dann drehten die Gastgeberinnen einfach noch einmal auf und packten ihrerseits mit vier Punkten in Folge zum 25:19 den Deckel auf diesen Satz und zugleich auf den Einzug ins Finale.

Eng ging es auch noch einmal in Satz drei zu. Nun ohne Topstar Tijana Boskovic (mit 15 Punkten Topscorerin mit zwei Zählern vor Louisa Lippmann) und später dann auch ohne Kapitän Jordan Quinn Larson spielend, spürte Eczacibasi den SSC zunächst bis zum 11:13 im Nacken und nach einem kleinen Zwischenspurt auf 18:14 auch noch einmal beim 17:19. Und auch ihren Siegesjubel konnten sie erst nach dem dritten Spielball und dem Punkt zum 25:20 ausleben.

Für den SSC ist damit zum vierten Mal in Folge im Halbfinale Europacup-Endstation gegen eine türkische Mannschaft. Aber der Trost kam von Giovanni Guidetti. „Wir haben zuletzt mit Vakifbank auch 0:3 gegen Eczacibasi verloren. Aber 20 Punkte haben wir dabei nicht geschafft.“

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