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Volleyball : SSC triumphiert zum Finalauftakt

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Schweriner Volleyballerinnen schlagen daheim Stuttgart im ersten von maximal fünf Spielen um den Meistertitel mit 3:1 (22, -19, 25, 23)

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erstellt am 19.Apr.2017 | 21:56 Uhr

Die SSC-Volleyballerinnen sind seit Mittwochabend dem angestrebten deutschen Meistertitel einen Schritt näher – noch keinen alles entscheidenden, aber doch einen sehr wichtigen und  ohrenbetäubend bejubelten. Für Letzteres sorgten 1942 Fans, die in der Schweriner Palmberg-Arena einen begeisternden Auftakt der Play-off-Finalserie um die deutsche Meisterschaft sahen, in dem der SSC nach 115  hart umkämpften Spielminuten mit 3:1 (22, -19, 25, 23)  über  Allianz MTV Stuttgart triumphierte. Zwei Siege fehlen dem Team von Trainer Felix Koslowski jetzt „nur“ noch, um erstmals nach 2013 wieder  den Thron im deutschen Frauen-Volleyball zu erobern.

Das Spiel hatte zwei Knackpunkte, und beide schlugen für den SSC zu Buche. Das waren zunächst die allerersten Ballwechsel. „Wir hatten jetzt zehn Tage Spielpause, da musst du erstmal zusehen, ganz schnell wieder den Rhythmus zu finden“, erklärte  Libero Lenka  Dürr, „aber das hat schon gepasst.“

Und wie! Der SSC fand deutlich besser in die Partie als die Gäste, die aber auch erst gegen Mitternacht ihre elfstündige Busreise durch die deutschen Witterungsunbilden des Dienstags beendet hatten. Nach nur gut eineinhalb Spielminuten gab Stuttgarts Trainer  Guillermo Hernandez seinem Sechser eine erste Hilfestellung in Form einer Auszeit. Da stand es allerdings auch schon 4:0 für den SSC.

Was nun folgte, war eine Demonstration, warum gerade diese beiden Teams das Meisterschaftsfinale erreicht hatten. Zu erleben waren  derart dynamische, tolle Ballwechsel, „dass  sich  Mitte des ersten Satzes alle auf dem Feld anschauten in dem Wissen: Wenn wir hier so weitermachen, halten wir keine drei Sätze durch“, wie SSC-Trainer Felix Koslowski beobachtet hatte.

Etwas ruhiger wurde es dann auch, aber nicht minder spannend. Der SSC sah sich nach einem 11:4-Polster  beim 17:16 fast eingeholt, um dann zwar wieder auf 24:18 davonzuziehen, schließlich aber doch erst mit dem fünften Satzball – dank gegnerischen Angriffsfehlers – den Schlusspunkt zum 25:22 zu setzen.

Nach einem zweiten Satz, auf den das Schweriner Team von Anfang nicht wirklich Zugriff bekam und ihn mit 19:25 klar abgab, entwickelte sich der dritte Durchgang zum Scharfrichter der Partie. Als aus einem 7:4 für die Schwerinerinnen  ein 9:12 gegen sie geworden war, zeigten die SSC-Mädels Kämpferqualitäten. Lauren Barfield mit einem Angriff, Lexi Dannemiller mit einem Aufschlag-Ass sowie Louisa Lippmann – gestern als Schwerins Beste geehrt – und Maren Brinker mit zwei weiteren Angriffsschlägen sorgten für die Wende zum 13:12. Beim 24:21 schien der Satz entschieden, doch dann war es wieder erst der vierte Satzball, den diesmal Hannah Tapp zum 27:25 versenkte. „Der Satz war unheimlich wichtig“, befand Maren Brinker, mit 18 Punkten gestern Topscorerin des SSC. „Wäre der weggegangen, dann hätten wir wohl auch das Spiel mit 1:3 verloren.“

So aber ging der SSC mit moralischem Rückenwind in den vierten Satz und brauchte letztlich dennoch wieder vier Anläufe, um  durch Lauren Barfield mit dem Punkt zum 25:23 Satz und Spiel zu einem guten Ende zubringen.

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