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Bundesliga-Volleyball : SSC-Sechser überrollt Wiesbaden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Volleyball-Rekordmeister nimmt mit 3:0 in Hessen Revanche für 2:3-Heimniederlage / Morgen nächste Bewährungsprobe in Stuttgart

von
erstellt am 08.Feb.2015 | 20:51 Uhr

Die Stimme war weg. Die Stimmung dafür umso besser. Auf der kurzen „Heimfahrt“. Als die Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC am Samstagabend nach dem souveränen 3:0 (21, 18, 22) beim VC Wiesbaden nach Heidelberg weiterfuhren, wo sich der Tabellenzweite in Ruhe auf das nächste Spitzenspiel am morgigen Dienstag bei Allianz Stuttgart vorbereiten will, frohlockte Jennifer Geerties: „Das war ein alles andere als einfaches Spiel. Aber wir waren super eingestellt, haben unsere Taktik sehr gut umgesetzt und damit erfolgreich Revanche für die Niederlage im Hinspiel genommen.“

Die Außenangreiferin, die elf Punkte beim Tabellenvierten, der im Dezember ein 3:2 aus Schwerin entführen konnte, beigesteuert hatte, war zwar kaum zu hören, so heiser war sie. Befand aber: „Ich habe so viel geschrien, doch es hat sich gelohnt.“

Der SSC war den Hessinnen vor 1820 Zuschauern in allen Bereichen überlegen, durfte nach gerade einmal 80 Spielminuten seinen zehnten Sieg in Folge bejubeln. In der Bundesliga war es der achte Erfolg hintereinander, dabei hat die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski lediglich zwei Sätze abgegeben. Dementsprechend zufrieden war auch der Chefcoach: „Das haben die Mädchen sehr gut gelöst. Ich hatte nie das Gefühl, wir könnten die Begegnung aus der Hand geben.“

Die ersten beiden Durchgänge bestimmte der SSC deutlich, setzte dem VCW vor allem mit dem starken Aufschlag kräftig zu. „Wir haben ihre Annahme kaum atmen lassen. Unsere schnellere und klasse organisierte Block-Feld-Abwehr war aber genauso ein wichtiger Schlüssel“, befand Geerties.

Die Gäste legten mit einem 5:0 im ersten Satz furios los, zogen auf 13:5 davon und holten sich den Durchgang nach nur 25 Minuten mit 25:21. Im zweiten Satz hielt Wiesbaden bis zum 18:17 noch mit, im Endspurt ließ der SSC den Gastgeberinnen allerdings keine Chance. 25:18 hieß es schließlich.

„Die Zehn-Minuten-Pause danach hat uns nicht so gut getan. Im dritten Satz mussten wir etwas kämpfen, aber wir haben zum Glück schnell unseren Rhythmus wiedergefunden“, erklärte Außenangreiferin Lousi Souza Ziegler.

Der VCW lag zunächst mit 8:4 und 14:9 in Front, doch der SSC drehte nun auf und den Satz mit acht Punkten am Stück zum 17:14. „Das war echt perfekt von uns. Besser kann man es nicht machen“, freute sich Ziegler, die mit 13 Zählern zweitbeste Scorerin war. Gar kein Mittel fanden die Wiesbadenerinnen gegen Lonneke Sloetjes: Die holländische Diagonalspielerin, die drei Sätze lang hervorragend von Zuspielerin Diana Nenova bedient wurde, verwandelte 21 ihrer 37 Versuche, war mit 22 Punkten erfolgreichste Spielerin und wurde bereits zum fünften Mal in dieser Saison zum „MVP“ (Most valuable Player – beste Spielerin) gewählt.

„Schwerin war heute viel, viel stärker als im Hinspiel. Wir hatten im Grunde keine Chance“, gestand VCW-Außenangreiferin Pauliina Vilponen. Die Finnin, die im Vorjahr in Diensten des SSC stand, ärgerte sich aber auch über ihr Team: „Wir haben es Schwerin sehr leicht gemacht. Uns hat die nötige Aggressivität gefehlt.“

Die Gäste blickten da schon auf den Auftritt beim Tabellendritten Stuttgart. „Das wird die nächste sehr schwere Aufgabe, aber wir fühlen uns gut und treten selbstbewusst an“, meinte Kapitän Ziegler vor dem drittletzten Hauptrunden-Spiel. Und betonte: „Wir wollen und wir werden den zweiten Platz absichern.“


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