Volleyball : SSC scheitert im Viertelfinale

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Die Schweriner Volleyballdamen unterliegen Stuttgart nach Sätzen 2:3.

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18. November 2015, 21:31 Uhr

Was für ein Pokal-Fight! Allianz MTV Stuttgart hat den Schweriner SC vor 1376 Zuschauern in der Scharrena mit 3:2 (23, -21, 25, -15, 10) niedergerungen. Ein Spiel wie Armdrücken in einem bayerischen Bierzelt: mal senkten sich die ineinander verschlungenen Hände in die eine Richtung, dann wieder in die andere, ehe mit einem Kraftakt und einem Krachen nach 131 Minuten nur noch die Stuttgarter Seite jubelte.

„Der Knackpunkt war der vierte Satz, wir lagen aussichtslos zurück, haben uns dann wieder reingekämpft“, sagte MTV-Trainer Guillermo Naranjo Hernández. 

Wie schon in der vergangenen Saison war die Scharrena für den Schweriner SC Endstation im Pokalwettbewerb. Im Dezember 2014 kassierte der fünffache Pokalsieger aus dem Norden eine 1:3-Niederlage im Viertelfinale und auch im Play-off Halbfinale waren die Schwaben nervenstärker.

„Uns trifft diese Niederlage sehr hart“, sagte SSC-Trainer Felix Koslowski. „Wir hatten es selbst in der Hand. Zu Hause hätten wir 3:1 gewonnen. Aber gut, wir waren in den entscheidenden Phasen nicht konsequent genug. Wir sind total enttäuscht.“

Allianz MTV Stuttgart begann mit einer veränderten Startaufstellung: Lisa Thomsen, Libero  der deutschen Nationalmannschaft, wurde kurzfristig vom Pokalsieger verpflichtet. Die 30-Jährige  spielte zuletzt nacheinander bei Stuttgarts Champions-League-Gegnern Azerrail Baku und Lok Baku, hatte aber nach der EM keinen Verein gefunden und war deshalb auf dem  Markt. „Nach den Ausfällen von Tamari Miyashiro und Renáta Sándor mussten wir etwas tun“, meinte MTV-Manager Bernhard Lobmüller.

Der SSC reagierte gelassen auf den Transfer, schließlich ist Lisa eine alte Bekannte. 2012 und 2013 feierte sie mit dem SSC jeweils das Double aus Meisterschaft und Pokal. Die Lösung: Sie deckten eben Sandor-Ersatz Michaela Mlejnková mit Aufschlägen ein. Doch die junge tschechische Nationalspielerin  hielt dem Druck stand und sorgte obendrein für 21 Punkte. „Ich bin überglücklich, heute hat alles bei mir funktioniert.“

Für den SSC heißt es jetzt, das Pokal-Aus abzuhaken, die Enttäuschung herunterzuschlucken und sich umso mehr auf die beiden anderen Wettbewerbe zu fokussieren, in der der deutsche Rekordmeister noch vertreten ist: den europäischen CEV-Cup und die Bundesliga. Und in der Liga geht es schon am Samstag in der heimischen Palmberg Arena weiter. Dann ist mit den VolleyStars Thüringen  ein anderer Viertelfinal-Verlierer von gestern zu Gast. 0:3 unterlag das Team im heimischen Suhl dem USC Münster.

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