Volleyball : SSC mit Happyend im Fünfsatz-Krimi

Gesprächsbedarf: Felix Koslowski (M.) hat  gegen Münster schwer zu tun, um seinen Sechser auf Linie zu bringen.
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Gesprächsbedarf: Felix Koslowski (M.) hat  gegen Münster schwer zu tun, um seinen Sechser auf Linie zu bringen.

Volleyball-Meister SSC Schwerin hat die erste Saison-Niederlage mit Mühe weggesteckt. Gegen Münster gab es einen 3:2-Heimerfolg. Zufrieden war Trainer Koslowski aber nicht: „Wir hätten auch 0:3 verlieren können.“

svz.de von
10. Dezember 2017, 12:38 Uhr

Erst wie im falschen Film, dann wie im siebten Himmel: Die Fans der SSC-Volleyballerinnen verlebten am Samstag in der Schweriner Palmberg-Arena einen denkwürdigen Abend. Erst nach 156 Spielminuten hatte der deutsche Meister  den USC Münster knapp mit 3:2 (-22, -23, 18, 17, 9) in die Schranken verwiesen und die erste Heimniederlage seit dem 1:3 im Halbfinale des europäischen Challenge-Cups Ende März gegen BBSK Bursa (Türkei) noch abgewendet.

„Dieser Sieg war vor allem wichtig für den Kopf“, sagte ein sichtlich erleichterter SSC-Coach Felix Koslowski und bekannte:  „Das hätte heute auch  mit 0:3 ins Auge gehen können. Wir haben in den ersten beiden Sätzen sehr verkrampft gespielt. Offenbar hatte uns die Niederlage am Mittwoch in Dresden doch mehr verunsichert, als wir gedacht hatten.“

 Mit 11:8 respective sogar mit 13:8 eigentlich beruhigend in Führung liegend, erfuhr das Spiel des deutschen Meisters in den beiden angesprochenen Durchgängen jeweils einen unerklärlichen Knick. Die Annahme wackelte bei Münsters aggressiven Aufschlägen, die  Angreiferinnen wurden zu stereotyp eingesetzt und dadurch recht wirkungsvoll geblockt. „Wir wollten Schwerins Schwachpunkte suchen. Das hat  in den ersten beiden Sätzen gut geklappt“, sagte USC-Trainer Teun Buijs, der sich als Ex-Schweriner genau wie Libera Lisa Thomsen  bei der Vorstellung eines besonderen Beifalls erfreute.

 Als ab dem dritten Satz dann  Außenangreiferin Jelena Oluic, Mittelblockerin Marie Schölzel und Zuspielerin Kaisa Alanko frischen Wind  brachten, spielte sich der deutsche Meister sichtlich den nervlichen Ballast von der Seele. Fortan waren bis dato vermisste schnelle Angriffe zu sehen. Lauren Barfield und Jennifer Geerties  konnten damit Louisa Lippmann besser entlasten, die mit 28 Punkten einmal mehr Topscorerin des SSC war, und das Spiel nahm endlich den von Beginn an erhofften Verlauf. „Wir haben die richtige Aufstellung gefunden und den Schalter damit noch umlegen können“, brachte es Felix Koslowski auf den Punkt.

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