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Volleyball : SSC: Lenka Dürr geht nach Rumänien

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SSC-Kapitänin entscheidet sich für Herausforderung im Ausland und wird in Târgoviste erneut Kollegin von Lousi Souza Ziegler

svz.de von
erstellt am 27.Jun.2017 | 12:00 Uhr

Der SSC Palmberg Schwerin braucht für die nächste Saison auch eine neue Libera: Mannschaftskapitänin Lenka Dürr (26) folgt Lousi Souza Ziegler zu CSM Târgoviste nach Rumänien.

„Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ob ich bleibe oder gehe, und am Ende war es eine Bauchentscheidung“, so die Nationalspielerin. Vor allem der Reiz der neuen Herausforderung und die Möglichkeit, noch mal ins Ausland zu gehen, seien für ihre Entscheidung ausschlaggebend gewesen.

Mitgespielt haben aber sicherlich auch finanzielle Erwägungen. „Wir sind in guten Gesprächen. Beide Seiten können sich eine weitere Zusammenarbeit gut vorstellen, sind aber hinsichtlich der finanziellen Vorstellungen noch längst nicht auf einem Nenner“, hatte SSC-Geschäftsführer Andreas Burkard Anfang Juni zur erhofften Weiterbeschäftigung von Lenka Dürr gesagt.

Dass nun Târgoviste das Rennen machte, ist allerdings überraschend und deutet auf neuerschlossene Geldquellen hin. CSM war nach Blaj und Bukarest zuletzt Dritter der rumänischen Liga und spielt nächste Saison im CEV Challenge Cup. Unter dem neuen Coach Guillermo Hernandez, dem der deutsche Vizemeister Allianz MTV Stuttgart nach Ende der abgelaufenen Saison überraschend den Stuhl vor die Tür gestellt hatte, wird das Team gerade neu aufgestellt. Auch die bisherige SSC-Außenangreiferin Lousi Souza Ziegler gehört bereits dazu.

„Es gibt schöne Visionen für den Club, man will sich an die Spitze kämpfen“, erklärt Lenka Dürr. „Ich hoffe, dazu beitragen zu können, das neue Team zusammenzuführen. Darauf bin ich abseits der spielerischen Fähigkeiten auch angesprochen worden, darin sehe ich meine Stärke und in so einer Aufgabe finde ich mich schon gut wieder.“

Ein ähnlicher Antrieb hatte Dürr – zuletzt beim internationalen Turnier in Montreux als beste Libera ausgezeichnet – vor einem Jahr nach Schwerin geführt. „Der SSC ist in Deutschland schon die erste Adresse für Volleyball, hier wird wirklich gute Arbeit gemacht und ich habe mich sehr wohlgefühlt. Natürlich ist da auch das weinende Auge des Abschieds. Ich würde mich freuen, wenn man sich später vielleicht noch einmal trifft.“

In Schwerin bedauert man Dürrs Weggang: „Lenka hat spielerisch und mit ihrer Persönlichkeit eine bedeutende Rolle im Team eingenommen, in beiden Punkten hat sie unsere Erwartungen an sie vollkommen erfüllt“, so Andreas Burkard. „Natürlich sehen wir sie nicht gern gehen, wünschen ihr aber natürlich nur das Beste für die nächste Station in ihrer Karriere.“

Lenka Dürr ist die fünfte Spielerin, die den deutschen Meister verlässt. Lousi Souza Ziegler geht wie erwähnt ebenfalls nach Târgoviste. Maren Brinker wechselt zu Çanakkale Belediyespor in die Türkei. Zuspielerin Lexi Dannemiller wird beim französischen Meister ASPTT Mulhouse Kollegin der ebenfalls dort anheuernden früheren SSC-Diagonalangreiferin Tabitha Love. Und Mittelblockerin Hannah Tapp wechselt in die italienische Liga nach Florenz.
 

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